Start NEWS PANORAMA Grund für Mitterlehners Rücktritt: “Ein Ausländer soll meinen Job übernehmen”
KARRIERESTART

Grund für Mitterlehners Rücktritt: “Ein Ausländer soll meinen Job übernehmen”

Reinhold Mitterlehner legt sein Amt zurück, damit Migranten auch Chancen im Parlament haben können. (Foto: BMWFW/Georges Schneider)

Da Migranten in der österreichischen Politik eine Ausnahme sind, räumt nun der ÖVP-Chef Reinhold Mitterlehner seinen Platz für die Neo-Österreicher. Der Vizekanzler ist von allen Ämtern zurückgetreten.

ÖVP-Chef und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner hat am Mittwoch bei einer Pressekonferenz seinen Rücktritt von allen Partei- und Regierungsämtern bekanntgegeben. “Ich habe in den letzten Monaten und Tagen einfach keinen Sinn mehr gesehen. Ständig sehe ich Ausländer auf der Straße, aber kaum welche im Parlament”, sagte Mitterlehner. “Das macht einfach keinen wirklichen Spaß ohne meine ausländischen Freunde.” Es ist eine erschreckende Tatsache, denn Migranten sind in der österreichischen Politik eine Seltenheit.

LESEN SIE AUCH: DM SAT: Dragana Mirković übernimmt ORF-Anteile

Nach dem die Kritik rund um den österreichischen Rundfunk lauter geworden ist, werden nun Anteile des Senders verkauft. Die serbische Sängerin, Dragana Mirković, verhandelt mit dem ORF-Generaldirektor.

 

Von insgesamt 684 Abgeordneten im Nationalrat, Bundesrat und in den neun Landtagen weisen lediglich 27 einen Migrationshintergrund auf. Das entspricht einem Anteil von 3,95 Prozent. In der Gesamtbevölkerung beträgt der Migrantenanteil rund 21 Prozent. Reinhold Mitterlehner wollte dem herrschenden “Ungleichgewicht” ein Ende bereiten und opferte seine Karriere. Er habe keine Unterstützung von Ausländern in seiner Partei gesehen und trete auch aus “Solidarität” zurück. “Wir brauchen Migranten, die Rechte und Pflichten erhalten müssen. Deshalb lege ich alle meine Funktionen zurück”, erklärte Mitterlehner seinen Schritt. Welcher Ausländer das Amt von Mitterlehner antreten wird, ist noch unklar. Ein Casting für die freie Stelle im Parlament ist für Juni vorgesehen.

*Diese Meldung hat satirischen Charakter.*