Die Hamas bezeichnet den israelischen Umsiedlungsplan für Gaza-Stadt als „neue Welle des Völkermords“. Sie wirft Israel vor, mit der angekündigten Aufstellung von Zelten im Süden des Gazastreifens lediglich ein „brutales Verbrechen“ verschleiern zu wollen. In einer offiziellen Mitteilung spricht die Hamas von „offensichtlichem Betrug“.
Die Hamas warnte zudem, dass die Ausweitung der israelischen Offensive „nicht einfach“ verlaufen werde und drohte mit Widerstand gegen die geplante Umsiedlung der Zivilbevölkerung.
Israels Evakuierungsplan
Nach Angaben der israelischen Armee sollen die Bewohner des Gazastreifens ab Sonntag Zelte und Schutzausrüstung erhalten, bevor sie aus den Kampfgebieten in vermeintlich sichere Zonen im südlichen Teil der Enklave gebracht werden. Israel hatte Anfang des Monats eine neue Militäroffensive zur Kontrolle von Gaza-Stadt, dem größten urbanen Zentrum des Gebiets, angekündigt.
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Internationale Kritik
Die internationale Gemeinschaft zeigt sich besorgt über das Schicksal der 2,2 Millionen Menschen im Gazastreifen. Die Vereinten Nationen und die Internationale Kommission von Juristen (ICJ) kritisieren den israelischen Evakuierungsplan scharf und warnen vor einer weiteren massenhaften Vertreibung sowie einer Verschärfung der humanitären Krise.
Das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte fordert einen sofortigen Stopp der geplanten Offensive und verweist auf die Gefahr weiterer Kriegsverbrechen und Verstöße gegen das Völkerrecht.