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Handelsverband: 500 Euro „Helikoptergeld“ für alle

Helikoptergeld
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Der Handelsverband fordert die Ausgabe von Schecks im Wert von mindestens 500 Euro an alle Personen mit Hauptwohnsitz in Österreich.

Mit dieser Maßnahme soll der Konsum in Österreich wieder angekurbelt werden und dabei soll jeder so einen Scheck bekommen, angefangen vom Kind bis zum Pensionisten. Die Schecks sollen bei allen Unternehmen mit Betriebsstätte in Österreich einlösbar sein. Wenn dieser Vorschlag tatsächlich Anklang findet bzw. umgesetzt werden sollte, würde ein Haushalt mit Vater, Mutter und zwei Kindern zum Beispiel 2.000 Euro Helikoptergeld bekommen.

Besserverdiener als Ausnahme
Ausgenommen sollten jedoch zumindest Besserverdiener mit einem monatlichen Bruttoeinkommen über 5.370 Euro sein. „Auch wenn die paktierte Steuerreform vorgezogen wird, werden jene Bürgerinnen und Bürger, deren Jahreseinkommen unter 11.000 Euro liegt, keinen Kaufkraftzuwachs verzeichnen, da in diesem Bereich keine Lohnsteuer anfällt“, heißt es in der Aussendung des Handelsverbands. „Die große Stärke des Helikoptergeldes ist die soziale Treffsicherheit. Ebenso würde die Hilfe rasch und unbürokratisch bei den betroffenen Menschen ankommen und damit die heimische Konjunktur unmittelbar beleben“, ist Norbert W. Scheele, Country Manager von C&A und Handelsverband-Vizepräsident, überzeugt.

Ausweg aus der Inflation
Laut den Experten des Handelsverbands wäre das Verteilen von frisch gedrucktem Geld – quasi „aus dem Hubschrauber“ – ein Ausweg aus der Inflation. Auch in anderen Ländern wird derzeit über solche Vorschläge diskutiert. In den Vereinigten Staaten von Amerika wurde bereits beschlossen, dass es Barschecks an die BürgerInnen geben wird. Die japanische Regierung erwägt ähnliche Pläne.