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Stromfresser

Heimliche Stromfresser: Diese Geräte plündern nachts Ihr Konto

Heimliche Stromfresser: Diese Geräte plündern nachts Ihr Konto
Symbolfoto. FOTO: iStock/jirkaejc
3 Min. Lesezeit |

Die unsichtbaren Stromfresser schlagen heimlich zu: Während wir schlafen, laufen sie weiter und treiben die Energiekosten in die Höhe.

Viele Haushaltsgeräte verbrauchen auch im Standby-Modus Strom, was zu einer signifikanten Erhöhung der Stromrechnung führen kann. Dieser „unsichtbare Verbrauch“ kann bis zu 10% des monatlichen Stromverbrauchs ausmachen – wie aktuelle Studien der Internationalen Energieagentur (IEA) bestätigen. Besonders betroffen sind Geräte wie Fernseher, Handyladegeräte, Mikrowellen, WLAN-Router, Lautsprecher und elektrische Boiler, die scheinbar ausgeschaltet im Ruhemodus verharren.

Die heimlichen Stromfresser lauern überall in unseren Wohnungen: Das Ladegerät, das einsam in der Steckdose steckt, zieht weiterhin Energie. Der vermeintlich ausgeschaltete Fernseher – per Fernbedienung in den Schlafmodus versetzt – verbraucht weiterhin Strom. Selbst die unscheinbare Mikrowelle mit ihrer digitalen Zeitanzeige zählt zu den permanenten Energieverbrauchern. Diese Geräte arbeiten oft lautlos und unauffällig im Hintergrund – ohne Summen, ohne auffälliges Leuchten, aber mit kontinuierlichem Stromverbrauch.

Konkrete Zahlen verdeutlichen das Ausmaß: Typische Haushaltsgeräte verbrauchen im Standby-Modus zwischen 0,5 und 10 Watt – das klingt wenig, summiert sich aber über das gesamte Jahr zu erheblichen Kosten. Ein Fernseher im Ruhezustand kann beispielsweise kontinuierlich 8 Watt ziehen, ein Computer-Monitor etwa 3 Watt.

Neue EU-Regelungen verschärfen Standards

Die Europäische Union hat auf das Problem reagiert: Seit 9. Mai 2025 gelten in der gesamten EU neue, strengere Grenzwerte für den Energieverbrauch elektrischer Geräte im Standby-Modus. Diese Ökodesign-Verordnung betrifft alle ab diesem Datum in Verkehr gebrachten Produkte und soll Verbraucher detaillierter über den Stromverbrauch im Bereitschaftszustand informieren.

Einfache Lösungen

Mit einfachen Maßnahmen lässt sich dieser unnötige Energieverbrauch deutlich reduzieren: Machen Sie zunächst eine Bestandsaufnahme – welche Geräte zeigen noch Lebenszeichen, wenn eigentlich alles abgeschaltet sein sollte? Investieren Sie in Steckerleisten mit Kippschalter, die auf Knopfdruck sämtliche angeschlossene Geräte vollständig vom Stromnetz trennen. Ziehen Sie konsequent Ladegeräte aus der Steckdose, sobald der Ladevorgang abgeschlossen ist. Diese kleinen Verhaltensänderungen können die monatliche Stromrechnung um mehrere Euro senken, ohne dass Sie Ihre Lebensgewohnheiten grundlegend ändern müssen.

Das Einsparpotential ist beträchtlich: Durch den konsequenten Einsatz schaltbarer Steckerleisten lassen sich die jährlichen Stromausgaben um bis zu 150 Euro senken. Bei den aktuellen Energiepreisen amortisiert sich die Anschaffung einer hochwertigen Steckerleiste bereits nach wenigen Monaten.

Nächtliche Verbraucher

Wer sich über unerklärlich hohe Stromkosten wundert, sollte den Blick auf diese versteckten Verbraucher richten. Achten Sie bewusst darauf, welche Geräte nachts noch aktiv sind – mit Leuchtdioden, Wärmeentwicklung oder kaum wahrnehmbaren Betriebsgeräuschen.

Denn während Sie schlafen, kennt die Steckdose keine Ruhepause – es sei denn, Sie sorgen aktiv dafür.

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KO KOSMO-Redaktion
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