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Tierschmuggel

Horror-Fund am Flughafen: Tausende Spinnen in „Keks-Lieferung

Horror-Fund am Flughafen: Tausende Spinnen in „Keks-Lieferung
FOTO: Kölner Hauptzollamt
2 Min. Lesezeit |

Statt süßer Kekse enthielt ein Paket aus Vietnam eine gruselige Überraschung für den Zoll: 1.500 Vogelspinnen, raffiniert versteckt und für einen Empfänger im Sauerland bestimmt.

Am Flughafen Köln machte der Zoll einen ungewöhnlichen Fund: Etwa 1.500 Vogelspinnen waren in einem Paket aus Vietnam versteckt. Die Schmuggelware befand sich in kleinen Kunststoffbehältern, die raffiniert in Kekspackungen versteckt waren. Auf dem Versandetikett war die Sendung als sieben Kilogramm Gebäck deklariert und sollte einen Empfänger im Sauerland (Mittelgebirgsregion in Nordrhein-Westfalen) erreichen. Den Zollbeamten fiel jedoch beim Öffnen ein verdächtiger Geruch auf, der sie stutzig machte.

Fassungslose Beamte

Zoll-Sprecher Jens Ahland erklärte, dass die Beamten zwar einiges gewohnt seien, doch der Anblick von rund 1.500 Kunststoffbehältern mit Jungspinnen habe selbst erfahrene Mitarbeiter fassungslos gemacht. Viele der Tiere hatten den Transport unter tierschutzwidrigen Bedingungen nicht überlebt. Die noch lebenden Exemplare wurden einem Spezialisten zur weiteren Versorgung anvertraut.

Der Empfänger im Sauerland muss sich nun in einem Strafverfahren verantworten. Für den Schmuggel von Tieren aus Nicht-EU-Ländern gelten in Deutschland strenge Einfuhrregeln: Jede Sendung muss beim Zoll angemeldet werden, und es fallen Einfuhrabgaben an. Der Import geschützter Arten wird als schwerwiegender Verstoß gegen das Artenschutzrecht geahndet.

Vogelspinnen
FOTO: Kölner Hauptzollamt

Teil eines wachsenden Problems

Der illegale Handel mit exotischen Spinnen ist kein Einzelfall, sondern Teil eines internationalen Netzwerks, das zunehmend über Online-Plattformen abgewickelt wird. Nach Einschätzung von Experten steigt die Tendenz solcher Vergehen, da der Online-Handel die Beschaffung und den Versand von Wildtieren erleichtert. Die über 1.500 Vogelspinnen aus dem aktuellen Fall zeigen die gezielte Nachfrage nach exotischen Arten in Deutschland.

Der Fall zeigt einmal mehr die dunkle Seite des illegalen Tierhandels, bei dem Profitinteressen über das Wohlergehen der Tiere gestellt werden. Die toten Exemplare dokumentieren die tierschutzwidrigen Bedingungen des Transports, während die überlebenden Tiere nun in fachgerechter Pflege betreut werden.

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KO KOSMO-Redaktion
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