Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Doppelmord

Horror in Costa Rica: Österreicherin und Ehemann gefesselt verscharrt

Horror in Costa Rica: Österreicherin und Ehemann gefesselt verscharrt
FOTO: iStock/Jacob Wackerhausen
4 Min. Lesezeit |

Auf ihrer Finca in Costa Rica wollten sie ein Paradies finden – nun wurden die Leichen des deutschen Ehepaars in einer selbst gegrabenen Grube entdeckt.

Ein deutsches Ehepaar wurde tot auf seinem Grundstück in Costa Rica aufgefunden. Die sterblichen Überreste waren in einer Grube auf ihrer Finca vergraben. Die Ermittler vermuten einen Raubmord als Tatmotiv. Franz D., der Bruder der getöteten Frau, bestätigte gegenüber der „Krone“, dass es sich bei einem der Opfer um seine Schwester Manuela D.-S. handelt. Die 58-Jährige war gebürtige Salzburgerin aus Bischofshofen, besaß jedoch einen deutschen Pass. In sozialen Medien teilte sie vorwiegend Aufnahmen mit ihren Hunden.

Das Paar hatte vor etwa zwei Jahren ein Anwesen in Quepos erworben, einer Stadt in der touristisch beliebten Provinz Puntarenas südlich von San José. Nach offiziellen Angaben diente die Finca nahe dem bekannten Nationalpark Manuel Antonio dem Paar als zweiter Wohnsitz. Die beiden verfügten über eine gültige Aufenthaltsgenehmigung und reisten regelmäßig ein und aus. Laut Randall Zuniga, dem Leiter der Kriminalpolizei OIJ (Organismo de Investigación Judicial), waren sie zuletzt im September 2024 im Land.

📍 Ort des Geschehens

Grausame Entdeckung

Am Dienstag (Ortszeit) machten Ermittler eine grausame Entdeckung: Die Leichen des Paares wurden in einer ausgehobenen Grube auf ihrem eigenen Grundstück in Quepos gefunden. Die Polizei geht von einem Doppelmord im Zusammenhang mit einem Raubüberfall aus. Derzeit sichern spezialisierte Teams Spuren am Tatort, während die Behörden intensiv an der Aufklärung der Umstände arbeiten. Der Fernsehsender Teletica berichtete unter Berufung auf Zuniga, dass die Toten gefesselt und in Säcke gehüllt aufgefunden wurden.

Die Identität des männlichen Opfers wurde von der costa-ricanischen Justizermittlungsbehörde OIJ offiziell bestätigt. Laut Angaben des Direktors handelt es sich bei den Toten um das vermisste deutsche Ehepaar, das gemeinsam auf dem Grundstück lebte. „Mit den Angehörigen konnten wir bisher nicht sprechen. Wir haben zwar die deutsche Botschaft kontaktiert, aber noch keinen direkten Kontakt zur Familie hergestellt“, erklärte Zuniga.

Anwohner gaben an, das Paar zuletzt am Samstag gesehen zu haben, als es mit seinen Hunden spazieren ging. „Am Samstagnachmittag beobachteten wir, wie sie mit dem Auto wegfuhren, danach haben wir sie nicht mehr gesehen“, berichteten Nachbarn gegenüber lokalen Medien in Costa Rica. Das Eingangstor sei offen geblieben. „Wir nahmen jedoch an, dass sie im Haus wären“, sagte eine Nachbarin. Die Kriminalpolizei teilte mit, dass ein anonymer Hinweis aus der Nachbarschaft einging, der auf eine Gewalttat in dem Haus hindeutete.

⇢ Vater-Sohn-Duo attackiert Mann mit Baseballschläger und Messer

Verwischte Spuren

Bei der Durchsuchung der Finca am Montagabend (Ortszeit) stießen die Beamten zunächst auf Gewaltspuren. Zuniga erklärte: „Im Schlafzimmer, an mehreren Stellen, sieht man, dass versucht wurde, die Spuren der Tat zu verwischen.“ Die Ermittler entdeckten schließlich die Grube auf dem Grundstück. Nach mehrstündigen Ausgrabungsarbeiten wurden die beiden Leichen freigelegt. Zu weiteren Details der laufenden Ermittlungen äußerten sich die Behörden vorerst nicht.

Die Polizei in Costa Rica hat bislang keine Festnahmen im Zusammenhang mit dem Doppelmord bekanntgegeben. Die Ermittlungen laufen weiter, und die Behörden sichern weiterhin Spuren am Tatort, während die Umstände des Verbrechens noch aufgeklärt werden.

Costa Rica wird aufgrund seiner politischen Stabilität und des vergleichsweise hohen Lebensstandards in der Region als beliebtes Reiseziel geschätzt. Das Außenministerium stuft das Land grundsätzlich als sicher ein, warnt jedoch vor erhöhter Kriminalität durch Raubüberfälle in bestimmten Gebieten.

Obwohl die Kriminalitätsrate insgesamt niedriger ist als in den Nachbarländern, rät das Außenministerium Reisenden zu Vorsicht und empfiehlt, aktuelle Sicherheitshinweise regelmäßig zu prüfen.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen