Erschütternde Enthüllungen aus dem abgeschotteten Nordkorea: Die UNO warnt vor systematischen Menschenversuchen an Behinderten in Gefängnissen und Kindereinrichtungen.
Die UNO zeigt sich alarmiert über Berichte zu Menschenversuchen an Behinderten in Nordkorea. Der für den Schutz der Rechte von Menschen mit Behinderungen zuständige UNO-Ausschuss erklärte gestern in Genf, man verfüge über verlässliche Informationen, dass in dem weitgehend isolierten Staat „medizinische und wissenschaftliche Experimente an Personen mit psychosozialen und/oder intellektuellen Beeinträchtigungen durchgeführt werden“. Den vorliegenden Erkenntnissen zufolge finden diese Versuche sowohl in Kindereinrichtungen als auch in Gefängnissen statt.
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Informationsquellen
Die Informationen stützen sich auf Aussagen nordkoreanischer Flüchtlinge, vertrauliche Dokumente sowie Berichte des UNO-Sonderberichterstatters für die Rechte von Menschen mit Behinderungen, der das Land vor sieben Jahren besucht hatte.
Bereits im Juli 2025 legten die Internationale Föderation für Menschenrechte (FIDH) und das Database Center for North Korean Human Rights (NKDB) dem UN-Ausschuss einen umfassenden Bericht vor, der systematische Diskriminierung und gravierende Menschenrechtsverletzungen an Menschen mit Behinderungen in Nordkorea dokumentiert.
Weitere Menschenrechtsverletzungen
Besondere Besorgnis äußerte der Ausschuss über Hinweise auf Zwangssterilisationen und erzwungene Schwangerschaftsabbrüche bei Frauen mit Behinderungen.
Zudem lägen Berichte über die Tötung behinderter Kinder vor.
Menschen mit Behinderungen werden in Nordkorea laut den Berichten systematisch entrechtet und isoliert. Sie haben keinen Zugang zu Bildung, Gesundheitsversorgung oder Justiz. International tätige Menschenrechtsorganisationen haben in den vergangenen Jahren wiederholt vor institutioneller Gewalt und Misshandlungen an dieser besonders verletzlichen Bevölkerungsgruppe gewarnt.