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Gesundheitsgefahr

Illegale Schönheitsklinik in Nagelstudio aufgeflogen (FOTOS)

Illegale Schönheitsklinik in Nagelstudio aufgeflogen (FOTOS)
FOTO: Gruppe Sofortmaßnahmen
3 Min. Lesezeit |

In Wien wurde am Samstag zum dritten Mal binnen kurzer Zeit eine nicht genehmigte Schönheitsklinik entdeckt. Diesmal handelte es sich um ein Nagelstudio in Wien-Rudolfsheim-Fünfhaus, wo ohne medizinische Berechtigung Botox-Injektionen, Filler und Fettreduktionsbehandlungen durchgeführt wurden.

📍 Ort des Geschehens

Diese Entdeckung reiht sich in eine Serie von drei Fällen innerhalb weniger Wochen ein. Bereits am 11. Juli wurde in Wien-Simmering eine illegale Schönheitsklinik aufgedeckt, bei der die Einsatzkräfte eine laufende Lippenaufspritzung antrafen. Am 1. August folgte ein weiterer Fall in Wien-Favoriten, wo sich eine mutmaßliche Betreiberin als Putzfrau ausgab, um ihre Identität zu verschleiern.

„Wir sehen hier eine gefährliche Tendenz: Menschen ohne medizinische Qualifikation greifen zu Spritzen und Substanzen, die im schlimmsten Fall zu schweren Gesundheitsschäden führen können. Diese illegalen Eingriffe werden in Hinterzimmern ohne Aufklärung, ohne medizinische Standards und ohne Verantwortung durchgeführt“, betonte Hillerer.

Bei der koordinierten Aktion der städtischen Gruppe Sofortmaßnahmen in Zusammenarbeit mit der Wiener Polizei und dem AMS wurden zwei Personen ohne medizinische Ausbildung angetroffen, die gerade Kunden empfingen beziehungsweise Behandlungen durchführten. Sie wurden umgehend polizeilich befragt.

Während der Kontrolle stellten die Behörden zudem fest, dass in den Räumlichkeiten Gas illegal bezogen wurde, wie die Gruppe Sofortmaßnahmen am Sonntag mitteilte. Während des Einsatzes verzeichneten die Behörden kontinuierlichen Kundenzulauf. Einige der Kundinnen gaben an, sie kämen wegen Nachbesserungen, da sie mit früheren Behandlungsergebnissen unzufrieden waren.

Zahlreiche Verstöße

Die Behörden erstatteten mehrere Anzeigen, unter anderem wegen Kurpfuscherei, unbefugter Gewerbeausübung, Schwarzarbeit, Verstößen gegen das Ärztegesetz sowie illegalem Gasbezug. Die Behörden wurden durch Beschwerden ehemaliger Kundinnen auf die illegale Einrichtung aufmerksam.

„Wir haben anonyme Hinweise bekommen von unzufriedenen Kundinnen, die offenbar sich dort behandeln haben lassen, der Erfolg aber ausblieb und die uns anonym geschrieben haben“, erklärte Walter Hillerer, Leiter der Gruppe für Sofortmaßnahmen, im „Wien heute“-Interview.

„Das Bild ist immer das Gleiche: Wir kommen hinein, und auf einmal lässt jeder alles fallen und keiner ist zuständig. In dem Fall war die Vermieterin im Ausland, die hat gesagt, sie kann sich das nicht erklären“, so Hillerer. Vor Ort trafen die Beamten zwei ukrainische Frauen an, von denen keine eine medizinische Ausbildung vorweisen konnte.

Verstärkte Warnungen der Stadt Wien

Die Wiener Stadtverwaltung sensibilisiert derzeit mit einer speziellen Kampagne für die Gefahren nicht autorisierter Schönheitseingriffe. Angesichts der Häufung von drei Fällen binnen drei Wochen warnt die Stadt verstärkt vor den schweren Gesundheitsschäden, die durch illegale Beauty-Behandlungen entstehen können.

Die Zunahme der entdeckten Fälle führt Hillerer auch auf ein gesteigertes öffentliches Bewusstsein zurück: „Grundsätzlich, glaube ich, einmal durch die mediale Berichterstattung und dann natürlich auch durch Beobachtung. Also die Leute sehen, okay, da sind im Müll irgendwelche Dinge, die da vielleicht nicht hineingehören, von Spritzen und so weiter, und dann auch durch unzufriedene Kundinnen.“

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KO KOSMO-Redaktion
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