Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Familiendrama

Jahrzehnte unter falscher Identität: Vermisste Person nach 42 Jahren gefunden

Jahrzehnte unter falscher Identität: Vermisste Person nach 42 Jahren gefunden
Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

**Unter falscher Identität in einem anderen Bundesstaat – 41 Jahre lang lebte sie als eine andere Person. Nun erfuhr die 46-Jährige die Wahrheit über ihre Vergangenheit.**

Nach mehr als vier Jahrzehnten ist eine Frau, die als Kind von ihrer Mutter entführt wurde, wieder mit ihrem Vater vereint. Die heute 46-Jährige lebte jahrzehntelang unter falscher Identität in einem anderen US-Bundesstaat, wie Medienberichte unter Berufung auf die Behörden in Jefferson County, Kentucky, bestätigen.

Die Geschichte begann 1983, als die Mutter mit der Tochter nach Georgia reisen wollte, angeblich um dort eine neue Arbeitsstelle anzutreten und ein gemeinsames Zuhause vorzubereiten. Der Vater stellte nach seiner Ankunft fest, dass beide spurlos verschwunden waren. Dies löste eine landesweite Fahndung aus, an der sich auch das FBI beteiligte, wie das Magazin „People“ dokumentierte.

⇢ Chirurg verabreicht Freundin heimlich im Schlaf Abtreibungspille

Entscheidender Durchbruch

Der entscheidende Durchbruch kam durch einen anonymen Hinweis über die Plattform „Crime Stoppers“. Die Ermittler erfuhren, dass die gesuchte Frau in Marion County, Florida, gesichtet worden war. Eine anschließende DNA-Analyse ergab eine 99,9-prozentige Übereinstimmung mit der in Florida aufgespürten Person.

Für die Tochter kam die Wahrheit erst im November ans Licht, als Polizeibeamte ihr eröffneten: „Du bist nicht die, die du glaubst zu sein. Du bist eine vermisste Person.“ Diese erschütternde Enthüllung teilte sie später dem CNN-Partnersender WLKY mit. Nach Angaben von CNN kam es anschließend zu einem emotionalen Wiedersehen mit ihrem Vater in Kentucky.

Emotionales Wiedersehen

„Sie war immer in unserem Herzen“, erklärte der Vater bewegt. „Ich kann diesen Moment nicht beschreiben, als ich nach Hause kam und meine Tochter wieder in die Arme schließen konnte.“

Die Frau selbst wandte sich an das Sheriffbüro in Jefferson County, um ihre Geschichte zu erzählen. Gegen die Mutter wurden inzwischen rechtliche Schritte wegen Eingriffs in das Sorgerecht eingeleitet. Steve Healey vom zuständigen Sheriffbüro bezeichnete den Fall als „außergewöhnlich“ – eine Situation, die im Berufsleben eines Polizeibeamten höchstens einmal vorkomme.

„Die Ermittler ließen die Spur nicht ruhen“, betonte Healey. „Ihre Arbeit – und der Mut eines Hinweisgebers bei Crime Stoppers – haben eine Tochter nach vier Jahrzehnten wieder zu ihrer Familie zurückgebracht.“

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen