Am Mittwochabend versammelte sich ein Großaufgebot der Polizei am Reumannplatz, zu einer „Aktion scharf“. Innenminister Gerhard Karner und Bundeskanzler Karl Nehammer präsentierten die ersten Ergebnisse einer gezielten Aktion gegen Jugendkriminalität: Rund 190 Anzeigen wurden bislang erstattet, was die Effektivität der erst kürzlich eingeführten Waffenverbotszone unterstreicht.

Einsätze gegen Jugendkriminalität in Favoriten
Vor zwei Monaten nahm die neu aufgestellte Einsatzgruppe Jugendkriminalität (EJK) ihre Arbeit auf, um auf eine Welle von Messerangriffen und gewalttätigen Zwischenfällen unter Jugendlichen in Favoriten zu reagieren. Seither führt die Gruppe fast täglich Kontrollen und Streifen im Bezirk durch. Insgesamt wurden dabei in 74 Aktionen fast 1000 Personen überprüft und 190 Anzeigen gefertigt.
Großaufgebot am Reumannplatz
Am heutigen Mittwochabend verstärkten 40 Polizeibeamte die Präsenz im Rahmen einer konzentrierten „Aktion scharf“, die sich auf verschiedene Kontrollen bezog. Bundeskanzler Karl Nehammer und Innenminister Gerhard Karner wohnten der Aktion bei. „Mit unserem Besuch heute, zeigen wir, dass wir die Sorgen der Menschen ernst nehmen. Wir werden alles tun, dass sich die Menschen wieder sicher fühlen. Radikalisierung hat keinen Platz. Wer radikal handelt, muss mit einer hervorragenden polizeilichen Arbeit rechnen“, betonte Nehammer.
Bundeskanzler Nehammer und Innenminster Karner besuchten heute Wien-#Favoriten pic.twitter.com/ZviUEeAJ3s
— Esterreicherr (@Esterreicherr) May 15, 2024
Die Wirkung der Waffenverbotszone
Ende März wurde in Favoriten eine Waffenverbotszone erlassen, die zusammen mit intensiven Kontrollen zu einem Rückgang der Straftaten um fast 62 Prozent im Vergleich zum Vorjahr geführt hat. Dies betrifft vor allem Einbrüche, Körperverletzungen und Diebstähle. Zudem wurden bei den Einsätzen elf Personen mit Waffen, meist Messer, aufgegriffen.
Noch viel zu tun
Innenminister Karner lobte die bisherigen Erfolge, betonte jedoch, dass noch viel Arbeit vor den Sicherheitskräften liege. Die EJK hat bislang etwa 14000 Identitätsfeststellungen durchgeführt und mehr als 2000 Anzeigen auf Bundesebene verzeichnet. Diese gezielten Maßnahmen unterstreichen die Entschlossenheit der Regierung, Sicherheit in den Mittelpunkt zu stellen und konsequent gegen Jugendkriminalität und Gewalt vorzugehen.