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Rettungsversagen

Keine Rettung verfügbar“: Frau stirbt auf beliebter Balkaninsel

Keine Rettung verfügbar“: Frau stirbt auf beliebter Balkaninsel
Symbolbild FOTO: iStock
2 Min. Lesezeit |

Eine 79-jährige Frau wurde am Freitag auf der griechischen Insel Ägina nach einem Badeunfall aus dem Meer gerettet, verstarb jedoch später aufgrund fehlender medizinischer Versorgung. Ein Rettungsschwimmer kämpfte rund 90 Minuten um ihr Leben, während verzweifelte Badegäste wiederholt den Notruf wählten. Die Antwort blieb stets dieselbe: Es stehe kein Krankenwagen zur Verfügung. Der dramatische Vorfall rückt ein bekanntes Problem ins Rampenlicht – der akute Mangel an Fahrpersonal im Rettungsdienst hatte bereits zuvor Protestaktionen ausgelöst.

📍 Ort des Geschehens

Akuter Personalmangel bestätigt

Der Rettungsdienst auf Ägina ist akut unterbesetzt: Von sechs vorgesehenen Fahrerposten sind aktuell nur drei besetzt. Diese dramatische Personalsituation führte bereits mehrfach zu Protesten und war im aktuellen Fall der Grund dafür, dass kein Krankenwagen verfügbar war. Der Personalengpass im griechischen Rettungsdienst ist ein bekanntes strukturelles Problem, das sich besonders in den Sommermonaten verschärft.

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Ministerielle Reaktion

Wie die Tageszeitung „I Avgi“ berichtet, offenbart dieser tragische Fall gravierende Defizite in der Gesundheitsversorgung auf Ägina. Gesundheitsminister Adonis Georgiadis reagierte inzwischen auf den Vorfall und erklärte: „Unsere Pflicht ist es, jedem die bestmögliche Chance zu geben, die ihm zusteht.“ Er kündigte an, bei nachgewiesenen Versäumnissen „die mir gesetzlich zustehende Härte ausschöpfen“ zu wollen.

Strukturelle Probleme

Der Vorfall wird als exemplarisch für die strukturellen Probleme im griechischen Gesundheitssystem betrachtet, besonders auf den kleineren Inseln. In den vergangenen Wochen wurden auf mehreren griechischen Inseln ähnliche Vorfälle dokumentiert, bei denen Menschen nach medizinischen Notfällen aufgrund fehlender Rettungswagen oder Personalmangel nicht rechtzeitig versorgt werden konnten.

Obwohl Ägina durch seine Nähe zu Athen bei Urlaubern sehr beliebt ist, bleibt die medizinische Grundversorgung ein kritischer Schwachpunkt. Gewerkschaften und Krankenhauspersonal warnen seit Monaten vor einer chronischen Unterfinanzierung und Überlastung des staatlichen Gesundheitssystems, insbesondere in touristischen Regionen, wo der Bedarf während der Sommermonate deutlich ansteigt.

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KO KOSMO-Redaktion
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