Start Politik
MIGRATION

Kickl: „Restriktive Einwanderungspolitik nach Ungarns Vorbild!“

Herbert Kickl
FOTO: EPA-EFE/Daniel Novotny

Der FPÖ-Vorsitzende Herbert Kickl hat sich entschieden gegen den neuen Asyl- und Migrationsplan von SPÖ-Chef Andreas Babler ausgesprochen. In einer Pressekonferenz bezeichnete er Babler als “asylpolitischen Geisterfahrer” und warf ihm vor, die Sicherheit Österreichs zu gefährden. Bablers Vorschläge, die an das “Doskozil-Kaiser-Papier” angelehnt sind, seien völlig inakzeptabel.

“Babler ignoriert die Realität und setzt unser Land unnötigen Risiken aus,” sagte Kickl und betonte, dass die aktuellen Herausforderungen eine viel restriktivere Asylpolitik erfordern.

Kickl lobte die restriktive Einwanderungspolitik Ungarns und forderte, dass Österreich diesem Beispiel folgen sollte. “Ungarn hat im vergangenen Jahr nur dreißig Asylanträge verzeichnet, während es in Österreich fast 60.000 waren,” betonte Kickl. Er sprach sich für eine “Nullquote” bei Asylanträgen und eine “Festung Österreich” aus, um die nationale Sicherheit und Identität zu schützen. “Österreich muss endlich aufwachen und realisieren, dass unsere jetzige Asylpolitik gescheitert ist,” sagte Kickl.

Konkrete Forderungen und Maßnahmen

Kickl forderte eine deutliche Verschärfung der Grenzkontrollen und mehr Polizeipräsenz, um illegale Migration zu verhindern. “Wir brauchen mehr Polizei und modernste Technik, um unsere Grenzen effektiv zu kontrollieren,” erklärte er. Zudem solle die Zusammenarbeit mit anderen europäischen Ländern intensiviert werden, um eine gemeinsame Lösung für die Migrationskrise zu finden. “Nur durch eine rigorose Einwanderungspolitik können wir die Stabilität und den Wohlstand unseres Landes sichern,” so Kickl weiter. Er kritisierte Bablers Ansatz als naiv und unverantwortlich. “Babler lebt in einer Traumwelt, die nichts mit den Herausforderungen zu tun hat, denen wir tatsächlich gegenüberstehen,” sagte er.

Andreas Babler hatte zuvor einen neuen Plan für die Asyl- und Migrationspolitik vorgestellt, der unter anderem eine verstärkte Integration und humanitäre Maßnahmen vorsieht. Kickl hingegen betonte, dass diese Ansätze die Problematik der illegalen Migration nicht lösen würden. “Wir können nicht zulassen, dass unser Land von illegaler Migration überrollt wird,” fügte er hinzu. Abschließend forderte Kickl, dass Österreich sich ein Beispiel an Ungarn nehmen müsse, um die eigenen Grenzen zu sichern und die nationale Sicherheit zu gewährleisten.

Hintergrund der Debatte

Die Diskussion über die Asyl- und Migrationspolitik ist in Österreich seit langem ein heiß umstrittenes Thema. Mit den jüngsten Zahlen, die einen drastischen Anstieg der Asylanträge zeigen, hat die FPÖ unter Kickl ihren Ruf nach härteren Maßnahmen und einer “Festung Europa” erneuert. Ungarns Premierminister Viktor Orbán hat mit seiner strikten Einwanderungspolitik innerhalb der EU sowohl Befürworter als auch Kritiker. Für Kickl ist das ungarische Modell ein Vorbild, da es seiner Ansicht nach zeigt, wie eine effektive Kontrolle der Migration umgesetzt werden kann.

Kickl betonte mehrfach, dass eine erfolgreiche Einwanderungspolitik darauf abzielen müsse, illegale Migration zu verhindern und gleichzeitig die kulturelle Identität und Sicherheit des Landes zu bewahren. “Es geht nicht nur um Zahlen, sondern um die Zukunft unseres Landes,” sagte Kickl. Er forderte, dass Österreich auch in der internationalen Gemeinschaft eine führende Rolle einnehmen müsse, um strengere Migrationsregeln durchzusetzen.

Während die SPÖ unter Babler auf humanitäre Maßnahmen und Integration setzt, bleibt die FPÖ bei ihrer Linie, die Zuwanderung so weit wie möglich zu begrenzen. Kickl verwies auf Statistiken, die zeigen, dass Länder mit strenger Einwanderungspolitik wie Ungarn niedrigere Kriminalitätsraten und weniger soziale Spannungen aufweisen. “Wir müssen unsere Ressourcen auf die Menschen konzentrieren, die wirklich Hilfe benötigen, und unsere Gesetze durchsetzen, um Missbrauch zu verhindern,” so Kickl.

Die politische Debatte über die richtige Balance zwischen Sicherheit und Humanität wird in Österreich wohl weitergehen. Mit der bevorstehenden Wahl ist die Asyl- und Migrationspolitik ein zentrales Thema, das die Wähler beschäftigen wird. Kickl hat deutlich gemacht, dass er bereit ist, hart durchzugreifen, um seine Vision von einem sicheren und stabilen Österreich zu verwirklichen.