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KOSMO unterwegs mit Außenminister Michael Linhart – SKOPJE

Außenminister Michael Linhart im Gespräch mit seinem nordmazedonischen Amtskollegen Bujar Osmani. (FOTO: BMEIA/Michael Gruber)

Wir begleiten den neuen Außenminister auf seiner dreitägigen Reise nach Nordmazedonien und Albanien. Neben wirtschaftlichem Austausch stehen dabei natürliche auch Gespräche zu den EU-Beitrittsverhandlungen am Programm.

Tag 1, Skopje, 8:45 Uhr: Als erster Tagespunkt der dreitägigen Westbalkan-Reise steht ein Treffen zwischen den beiden Außenministern von Österreich und Nordmazedonien in der Hauptstadt Skopje am Programm. Bereits die erste Reise als Außenminister führte Michael Linhart Mitte Oktober in die Balkan-Region, genauer gesagt nach Bosnien-Herzegowina. Nun sollen auch die restlichen Westbalkan-Staaten im Rahmen seines Engagements für den EU-Beitritt der Balkan-6 besucht und seine „Herzensangelegenheit“ auf Kurs gebracht werden.

„Besuch zeigt, dass Nordmazedonien ein wichtiges Land für Österreich ist“
Sowohl Außenminister Michael Linhart, als auch Außenminister Bujar Osmani zeigen sich erfreut über den Besuch der österreichischen Delegation und betonen die enge Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern. „Österreich ist der größte EU- Investor hier in Nordmazedonien“, erklärt Außenminister Osmani stolz zuerst auf Mazedonisch und dann auf Albanisch.

Doch neben der wirtschaftlichen Unterstützung, sei Österreich auch einer der größten Unterstützer für den EU-Beitritt des Balkans im Allgemeinen, und Nordmazedoniens im Speziellen – ein Thema, das beiden Außenministern besonders am Herzen liegt. Osmani: „Rechnen Sie mit Nordmazedonien als echten Partner für Österreich und für die EU.“ Linhart: „Der Westbalkan ist mir ein Herzensanliegen und solange er nicht ein Teil der EU ist, ist die europäische Erweiterung nicht abgeschlossen.“ Insbesondere Nordmazedonien sei hier ein „Paradebeispiel für einen EU-Beitrittskandidaten“, so Michael Linhart. Dennoch blockierten jahrelange Streits um gemeinsames kulturelles Erbe mit Griechenland und Streits um eine ähnliche Sprache mit Bulgarien den EU-Beitritt Nordmazedoniens. Doch nun soll es endlich ein Licht am Ende des Tunnels geben.

Noch im Dezember sollen Beitrittsverhandlungen starten
Wie die beiden Außenminister im Rahmen ihrer Pressekonferenz betonten, solle es noch dieses Jahr, im Dezember offiziell zum Start der Beitrittsverhandlungen zwischen Nordmazedonien und der EU kommen. Das Land hofft nun, dass Bulgarien nach der Bildung einer neuen Regierung sein Veto gegen die Verhandlungen aufheben werde, wie Nordmazedoniens Außenminister Bujar Osmani am Donnerstag betonte: „Wir hoffen, dass mit den neuen Wahlen der Beitritt umgesetzt wird. Die Glaubwürdigkeit der EU hängt davon ab.“

Und die Signale stehen gut, wie uns Österreichs Außenminister Michael Linhart in einem Hintergrundgespräch nach einem Treffen mit dem nordmazedonischen Premierminister Zoran Zaev verrät. Man bekomme aus Bulgarien positive Signale, was den Start der Beitrittsverhandlungen angehe. Bulgarien habe einen 5-Punkte-Plan aufgesetzt, den es nun von Nordmazedonien umzusetzen gilt. Da sei man dahinter, wie es von nordmazedonischer Seite heißt: „Wir wollen Europa. Wir wollen den Weg gehen.“  Immer noch 80% der Bevölkerung seien für den EU-Beitritt, man müsse nur endlich konkrete Handlungen setzen.

Österreich fordert: Schon konkrete Handlungen vor Beitritt setzen
„Mit den Staaten des Westbalkans verbindet uns eine lange Tradition“, betonte Außenminister Michael Linhart. Daher setze sich Österreich auch vermehrt dafür ein, die Westbalkanstaaten bereits vor den eigentlichen Beitrittsverhandlungen an einen Tisch mit den EU-Vertretern zu holen und sie zu den EU-Gesprächen einzuladen: „Es ist wichtig, dass wir nicht über den Balkan reden, sondern mit ihm.“

Die nächsten Gespräche mit einem der Balkan-Sechs auch zur EU-Perspektive finden am morgigen Freitag statt. Da trifft Außenminister Michael Linhart in Tirana auf seine albanische Amtskollegin Olta Xhaçka, sowie auf Präsidenten Ilir Meta und Premierminister Edi Rama. Und KOSMO ist weiterhin für euch dabei!

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„Ich liebe es kreativ zu arbeiten und Bilder mit meinen Worten zu malen!“ Nach meinem Studium in Publizistik- und Kommunikationswissenschaften, hat es mich erstmal zum Fernsehen verschlagen und ich habe in einigen Medienhäusern gearbeitet. Was mich dort jedoch am meisten fasziniert hat, war es, einer Geschichte mit meinen Worten Leben einzuhauchen. Deshalb bin ich jetzt hier: Um die Geschichten aufzuschreiben, die das Leben so erzählt.