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WELTKULTURERBE

Kosovo möchte serbisch-orthodoxe Klöster von UNESCO-Liste streichen

(FOTO: Wikimedia Commons/Sasa Micic)

Regierungsmitglieder des Kosovo suchten bei der UNESCO an, dass vier serbisch-orthodoxe Klöster von der Liste für gefährdetes Weltkulturerbe genommen werden.

Der kosovarische Premier Albin Kurti, die Präsidentin Vjosa Osmani und der Parlamentsvorsitzende Glauk Konjufca verfassten ein Schreiben an die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO), in welchem sie nicht nur das Streichen der vier Klöster von der Liste für gefährdetes Weltkulturerbe forderte.

Sie suchten ebenfalls darum an, dass die Klöster nicht mehr als „serbisch“ sondern als „kosovarisch“ betitelt werden und Kosovo nicht mehr als „autonome Provinz“ in UNESCO-Texten bezeichnet werden. Laut dem serbisch-kosovarischen Medium „Kossev“ habe die Regierung so den „Welttag für kulturelle Vielfalt“ zelebrieren wollen.

Ähnliches war auch in einem offiziellen Statement der Regierung über das Dečani-Kloster zu lesen. Dort wurden die Maßnahmen der Institutionen der Republik Kosovo als „Schutz des kulturellen Erbes und zur Förderung der kulturellen Rechte aller in unserem Land lebenden Gemeinschaften“ bezeichnet.

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