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Verbrauchersieg

Kreditkarten-Skandal: So holen Sie sich Ihr Geld zurück!

Kreditkarten-Skandal: So holen Sie sich Ihr Geld zurück!
(Symbolbild FOTO: iStock)
3 Min. Lesezeit |

Doppelt kassiert bei Auslandszahlungen: Der OGH stoppt die umstrittene Gebührenpraxis von card complete. Kunden können jetzt jahrelang gezahlte Entgelte zurückfordern.

Die Arbeiterkammer hat einen wichtigen Erfolg gegen fragwürdige Gebührenpraktiken erzielt. Bei Zahlungen oder Bargeldbehebungen in Fremdwährung verlangte die Kreditkartenfirma card complete ein Bearbeitungsentgelt zwischen 1,5 und 1,65 Prozent des Zahlungsbetrags. Zusätzlich wurden bei der Währungsumrechnung Abschläge vom Referenzwechselkurs fällig. Diese Doppelbelastung der Kunden führte zu einer Klage der Arbeiterkammer, der der Oberste Gerichtshof (OGH) nun stattgegeben hat. Das höchste österreichische Gericht stufte diese Praxis als intransparent und damit unzulässig ein. Laut OGH-Urteil müssen Bearbeitungsgebühren nachvollziehbar sein und dürfen sich nicht mit anderen Entgelten überschneiden – Voraussetzungen, die im Fall von card complete nicht erfüllt waren.

Nach Verhandlungen zwischen der Arbeiterkammer und dem Kreditkartenunternehmen wurde eine Einigung erzielt: Sämtliche seit Einführung der Wechselkursabschläge erhobenen Bearbeitungsentgelte werden zurückerstattet. Dies betrifft Visa- und Mastercard-Kreditkarten seit August 2018 sowie Diners-Club-Karten seit März 2015. Die Regelung gilt auch für bereits gekündigte Vertragsbeziehungen. Bei aktiven Verträgen können Kunden zwischen einer Gutschrift auf ihr Kartenkonto oder einer Überweisung auf ihr Girokonto wählen. Falls offene Monatsrechnungen oder Zahlungsrückstände bestehen, darf card complete den Erstattungsbetrag mit diesen verrechnen.

Rückerstattungsansprüche

Betroffene Kreditkarteninhaber können ihre Ansprüche bis zum 1. August 2026 geltend machen. Dafür steht auf der Webseite von card complete ein Online-Formular unter https://www.cardcomplete.com/rueckzahlungsersuchen/ zur Verfügung. Alternativ lässt sich das Antragsformular auch ausdrucken und per Post an das Unternehmen senden. Bei der Rückerstattung erhalten die Kunden eine detaillierte Aufstellung des erstatteten Betrags. Weiterführende Informationen und häufig gestellte Fragen finden Verbraucher auf der Webseite der Arbeiterkammer unter https://www.arbeiterkammer.at/cardcomplete.

Branchenweite Auswirkungen

Die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs hat weitreichende Konsequenzen für die gesamte Branche. Auch andere Kreditkartenanbieter erheben häufig doppelte Gebühren bei Fremdwährungstransaktionen. Verbraucher mit Kreditkartenverträgen bei anderen Anbietern können diese als Manipulationsentgelte bezeichneten Kosten ebenfalls zurückfordern. Die Arbeiterkammer unterstützt Betroffene dabei mit einem Musterbrief, der auf ihrer Webseite unter https://www.arbeiterkammer.at/cardcomplete abrufbar ist.

Die Kreditkartenfirma card complete hatte bei ihren Visa-, Mastercard- und Diners-Club-Karten unzulässige Bearbeitungsentgelte für Fremdwährungstransaktionen verlangt. Nach erfolgreicher Klage der Arbeiterkammer und anschließenden Verhandlungen können Betroffene die zu Unrecht erhobenen Gebühren nun zurückfordern – auch bei bereits beendeten Vertragsverhältnissen.

Ein Online-Formular auf der Webseite von card complete ermöglicht die unkomplizierte Antragstellung.

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KO KOSMO-Redaktion
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