Millionenschulden, mangelhafte Kontrolle und ein Sanierungsplan: Das Restaurant Thaler See Garten kämpft nach nur wenigen Monaten Betrieb ums Überleben.
Das Restaurant Thaler See Garten steckt in finanziellen Schwierigkeiten und hat beim Landesgericht für Zivilrechtssachen Graz ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beantragt. Wie die Kreditschützer mitteilen, steht die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens unmittelbar bevor. Die finanzielle Schieflage ist beträchtlich: Verbindlichkeiten von etwa 883.000 Euro stehen lediglich Vermögenswerte von rund 88.500 Euro gegenüber, wie der Alpenländische Kreditorenverband und der Kreditschutzverband von 1870 übereinstimmend berichten.
Den insgesamt 50 Gläubigern wird eine Sanierungsplanquote von 20 Prozent in Aussicht gestellt, die innerhalb von zwei Jahren nach Annahme des Sanierungsplans beglichen werden soll. Von der Insolvenz sind auch elf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betroffen.
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Ursachen der Krise
Für den wirtschaftlichen Niedergang gibt es nach Einschätzung der Kreditschützer mehrere Ursachen. Zum einen wurden erhebliche Investitionen getätigt. Zum anderen mangelte es bis Juni 2025 an einer soliden betriebswirtschaftlichen Steuerung und Kontrolle.
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Diese Defizite seien erst mit der Übernahme der operativen Geschäftsführung durch den aktuellen gewerberechtlichen Geschäftsführer behoben worden. Die Geschichte des Restaurants unter der jetzigen Betreibergesellschaft ist dabei denkbar kurz – die Übernahme erfolgte erst im Frühjahr dieses Jahres.
Zukunftsaussichten
Trotz der prekären Finanzlage soll der Gastronomiebetrieb fortgeführt werden. „Der zu bestellende Insolvenzverwalter wird nunmehr zu prüfen haben, ob eine Fortführung im Interesse der Gläubiger liegt und der vorgelegte Sanierungsplan eingehalten werden kann“, erklärt Brigitte Peißl-Schickmair, Leiterin Insolvenz Graz beim KSV1870.