Eine seltene Viruserkrankung aus dem Nahen Osten erreicht Wien – und löst sofortige Sicherheitsmaßnahmen in einer Klinik aus.
In der Klinik Wien-Favoriten wird derzeit eine Frau behandelt, die sich während eines Aufenthalts im Nahen Osten mit dem Krim-Kongo-Fieber infiziert hat. Die durch Zecken übertragene Viruserkrankung wurde nach eingehenden medizinischen Untersuchungen bestätigt. Eine Sprecherin des Wiener Gesundheitsverbundes erklärte am Samstagnachmittag: „Die Patientin ist in stabilem Zustand.“
Strenge Isolation
Die Betroffene befindet sich auf einer eigens dafür vorgesehenen Sonderisolierstation der Klinik. Die Isolation wurde unmittelbar nach Bestätigung des Infektionsverdachts eingeleitet und erfolgt unter Einhaltung strenger Hygienevorschriften.
Das Krim-Kongo-Fieber wird in erster Linie durch Zeckenstiche übertragen. Eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch gilt als äußerst selten. Die eingeleiteten Schutzmaßnahmen dienen der Absicherung des unmittelbaren Umfelds und der Bevölkerung.
Hohe Gefährlichkeit, keine spezifische Therapie
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft das Krim-Kongo-Fieber als hochgefährliche Erkrankung mit einer Letalität von etwa 30 Prozent ein. Eine spezifisch zugelassene Behandlung gibt es laut WHO derzeit nicht. Die medizinische Versorgung konzentriert sich auf frühzeitige unterstützende Intensivbehandlung, die die Überlebenschancen verbessern kann.