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Familienförderung

Kroatien will Familien beim Autokauf helfen: Bis zu 15.000 Euro geplant

Kroatien will Familien beim Autokauf helfen: Bis zu 15.000 Euro geplant
(Symbolbild FOTO: iStock)
3 Min. Lesezeit |

Kroatien plant einen Zuschuss von bis zu 15.000 Euro für kinderreiche Familien – doch hinter der Ankündigung stecken noch viele offene Fragen.

Kroatien will kinderreiche Familien beim Autokauf finanziell entlasten: Haushalte mit vier oder mehr Kindern sollen beim Erwerb eines Fahrzeugs mit sieben Sitzplätzen einen staatlichen Zuschuss von bis zu 15.000 Euro erhalten. Demografieminister Ivan Sipic hat die Maßnahme angekündigt, ein fertiges Förderprogramm liegt jedoch noch nicht vor. Weder ein offizieller Förderaufruf noch ein Antragsformular oder ein verbindlicher Starttermin wurden bislang veröffentlicht, weshalb Familien die Unterstützung derzeit nicht beantragen können.

Auch über die vorgesehenen Budgetmittel, die geplante Laufzeit und die zuständige Abwicklungsstelle ist bisher nichts bekannt.

Offene Förderfragen

Sipic stellte in Aussicht, dass die Förderung an ein Einkommens- oder Vermögenslimit geknüpft werden soll, damit besonders wohlhabende Haushalte von der staatlichen Unterstützung ausgeschlossen bleiben. Wie hoch diese Grenze konkret angesetzt wird, ist noch nicht entschieden. Unklar ist darüber hinaus, ob bei der Berechnung ausschließlich das Einkommen der Eltern herangezogen wird oder ob auch Immobilienbesitz, Ersparnisse und sonstige Vermögenswerte in die Bewertung einfließen.

Offengeblieben ist bislang auch, ob die Förderung für Neu- und Gebrauchtwagen gleichermaßen gilt oder nur für Neufahrzeuge. Ebenso ungeklärt ist, ob ausschließlich Elektro- und Hybridfahrzeuge berücksichtigt werden oder ob auch Benzin- und Dieselantriebe förderfähig sind. Nicht festgelegt wurde zudem, ob alle vier Kinder minderjährig sein und dauerhaft im gemeinsamen Haushalt leben müssen. Auch eine mögliche Mindestaufenthaltsdauer in Kroatien als Fördervoraussetzung wurde bisher nicht kommuniziert.

Diaspora ausgeschlossen?

Für kroatische Staatsbürger mit Wohnsitz in Österreich, Deutschland oder der Schweiz ist derzeit nicht absehbar, ob sie einen Anspruch auf die Förderung geltend machen könnten. Die Staatsbürgerschaft allein dürfte dafür kaum ausreichen. Bei vergleichbaren Familien- und Sozialleistungen sind in der Regel der Hauptwohnsitz, der Lebensmittelpunkt sowie die Steuerpflicht im jeweiligen Land entscheidend. Familien aus der Diaspora sollten daher davon absehen, Kaufverträge abzuschließen, die allein auf der erwarteten Förderung basieren.

Die Formulierung „bis zu 15.000 Euro“ legt nahe, dass der Maximalbetrag nur unter bestimmten Voraussetzungen zur Auszahlung kommt. Denkbar wäre eine Staffelung nach Kaufpreis, Einkommenshöhe, Kinderzahl oder Fahrzeugkategorie, ebenso ein verpflichtender Eigenanteil.

Wie die Förderung tatsächlich ausgestaltet sein wird, lässt sich erst beurteilen, wenn die Regierung die entsprechenden Richtlinien veröffentlicht.

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KO KOSMO-Redaktion
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