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Hygiene-Profis

Lehrausbildung „Reinigungstechnik“ mit vielen Karrieremöglichkeiten

Lehrausbildung „Reinigungstechnik“ mit vielen Karrieremöglichkeiten
FOTO: Matthias Buchwald/iStock
4 Min. Lesezeit |

Als Profis für Sauberkeit und Hygiene sind die Reinigungs-ExpertInnen aus nahezu allen Aspekten des Alltags nicht wegzudenken – auf Interessierte warten in der Branche vielfältige Karrierewege.

Vom sterilen OP-Saal über die saubere Großküche bis hin zum Büro – jeden Tag leisten Profis der Reinigungstechnik wichtige, systemerhaltende Arbeit. Wie wichtig diese Tätigkeiten sind, merken viele erst, wenn sie nicht geleistet wurde – denn als Heldinnen und Helden im Hintergrund fallen sie bei der Arbeit selbst oft kaum auf.

Facettenreiche Ausbildung

Mit einfachen Reinigungstätigkeiten, wie man sie aus den eigenen vier Wänden kennt, haben die Leistungen der Hygiene-Profis nichts zu tun. Je nach Material, Fläche und Verschmutzungsgrad kommen verschiedenste Chemikalien und Techniken zum Einsatz. So hat ein Kautschuk-Boden ganz andere Anforderungen als Marmor – und muss dementsprechend gereinigt werden.

Den richtigen Umgang mit Reinigungsmitteln, Maschinen und Geräten sowie das Fachwissen für die Reinigung verschiedenster Orte und Materialien sind Teil der Reinigungstechnik-Lehre. In nur drei Lehrjahren kann man so alles rund um die Sauberkeit erlernen. Interessierte brauchen neben dem Pflichtschulabschluss, einer guten körperlichen Verfassung und Hygiene- und Umweltbewusstsein nur noch die richtige Motivation, um in der Branche durchzustarten. Wer ein Jahr länger Zeit und Lust hat, kann eine Doppellehre machen und die Ausbildung zur Bürokauffrau oder zum Bürokaufmann zusätzlich absolvieren.

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FOTO: Matthias Buchwald

Durchstarten in vielen Karrierewegen

Als Fachkraft wartet danach eine krisensichere Anstellung, neben Spezialisierungsmöglichkeiten kann man sich nach bestandener Meisterprüfung auch mit einem eigenen Unternehmen selbstständig machen. Einen solchen Karriereweg in die Selbstständigkeit hat Jasmina Marinkovic absolviert. Nach zehn Jahren als Angestellte im Bereich Sonderreinigung beschloss sie, Meisterin zu werden und sich in der Branche neue Perspektiven zu öffnen.

„Es war immer mein Traum, selbstständig und mein eigener Chef zu sein“, erklärt die Unternehmerin. Nach erfolgreichem Abschluss der Meisterprüfung erfüllte sich die 45-jährige Wienerin ihren Traum – sie führt nun ein Reinigungsunternehmen in Wien-Meidling und beschäftigt dort sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Veraltete Vorurteile erschweren Personalsuche

Die Auftragslage ist gut, Probleme gibt es bei der Personalsuche: „Ich suche laufend neue Kräfte, die Rückmeldungen fallen meistens enttäuschend aus“, so Marinkovic. „Leider ist man immer wieder mit Vorurteilen konfrontiert, aber für Menschen, die gerne aktiv sind und einen abwechslungsreichen Job mit vielfältigen Aufstiegsmöglichkeiten suchen, kann ich die Reinigungsbranche nur wärmstens empfehlen“, bekräftigt die Meisterin.

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FOTO: Robert Kalb

Gut ausgebildete Fachkräfte und professionelle Leistungen sieht Gerhard Komarek, Landesinnungsmeister der Denkmal-, Fassaden- und Gebäudereiniger in der Wirtschaftskammer Wien, essenziell, um falsche Vorurteile zu widerlegen: „Wir versuchen das Image der Branche stetig zu verbessern. Das können wir nur, wenn wir draußen qualitativ hochwertige Leistungen erbringen. Das ist nur mit fachlich gut ausgebildetem Personal wie unseren Meisterinnen und Meistern möglich, die bei der Kundschaft einen positiven Eindruck hinterlassen“.

Modernste Ausbildung Europas in Wien

Von der Reinigungstechnik-Lehre bis hin zur Meisterprüfung – mitten in Liesing, dem 23. Wiener Gemeindebezirk, bietet die Landesinnung der Denkmal-, Fassaden- und Gebäudereiniger Interessierten umfassende Möglichkeiten dafür an – in der Wiener Gebäudereinigungsakademie. Auf über 1.600 Quadratmetern lässt die modernste Ausbildungsstätte Europas für Reinigungstechnik keine Wünsche offen.

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„Laut der ÖNORM-D2040, die entwickelt wurde, um Ausbildungen professionell und vergleichbar zu machen, haben wir 15 Kurse abgebildet – vom Basiskurs, über den Vorarbeiter, vom Lehrabschluss-Vorbereitungskurs bis hin zum Meisterprüfungsvorbereitungskurs decken wir alles ab“, erklärt Christoph Guserl, Geschäftsführer der Gebäudereinigungsakademie. Rund tausend Menschen absolvieren im Schnitt pro Jahr einen dieser Kurse – dennoch sieht Guserl Potenzial für weit mehr Nachwuchs. „Wir bemühen uns intensiv, über die umfangreichen Angebote der Akademie und auch die vielfältigen Karriere-Möglichkeiten zu informieren. Über mehr Lehrlinge würden wir uns sehr freuen“, erklärt er.

Wollen Sie mehr erfahren?

Weitere Informationen zur Reinigungstechnik-Ausbildung finden Sie auf www.gebaeudereinigungsakademie.at und
www.wko.at/wien/gebaeudereiniger

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KO KOSMO-Redaktion
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