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Behördenwillkür

Lehrlingsbudget gesprengt: Polizei kassiert 1.200 € für Spurwechsel

Lehrlingsbudget gesprengt: Polizei kassiert 1.200 € für Spurwechsel
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Eine Wienerin erhebt massive Kritik gegen eine Polizei-Schnellrichterin, die ihrem Sohn am Wiener Gürtel eine unverhältnismäßig hohe Geldstrafe auferlegt haben soll.

Der junge Mann, der sich im dritten Lehrjahr befindet, war am 19. Dezember gegen 23 Uhr mit dem Fahrzeug seiner Mutter auf dem Wiener Gürtel unterwegs. Trotz des zu diesem Zeitpunkt stockenden Verkehrs wurde er von Beamten in Zivil angehalten. Die Vorwürfe gegen den Lehrling: Er habe innerhalb einer Minute zweimal den Sicherheitsabstand nicht eingehalten und beim Spurwechsel andere Verkehrsteilnehmer gefährdet – ebenfalls zweimal. Die Mutter betont, dass weder Alkoholkonsum noch überhöhte Geschwindigkeit im Spiel waren und ihr Sohn nach eigenen Angaben vorschriftsmäßig geblinkt habe.

Direkt vor Ort verhängte eine Schnellrichterin eine Strafverfügung in Höhe von 1.200 Euro – ein Betrag, der bei Alexander und seiner Familie auf Unverständnis stößt. „Wir empfinden die Strafhöhe als völlig unverhältnismäßig“, erklärt die Mutter im Gespräch mit „Heute“. Die Familie hat bereits Einspruch gegen den Bescheid eingelegt.

Zweierlei Maß

Besonders ärgerlich erscheint der Fall im Vergleich zu einem ähnlichen Vorfall: Ein 50-jähriger Bekannter der Familie wurde nach den Weihnachtsfeiertagen ebenfalls von Zivilpolizisten am Wiener Gürtel kontrolliert – wegen angeblich zu geringen Abstands, mehrfachen Spurwechsels und erhöhter Geschwindigkeit. Seine Strafe belief sich jedoch auf lediglich 50 Euro. „Man gewinnt den Eindruck, dass hier mit zweierlei Maß gemessen wird“, kritisiert die Wienerin.

Gleichzeitig hebt sie hervor, wie sehr sie den Polizeiberuf respektiert: „Ich beneide die Exekutive nicht um ihren Job. Und mir ist bewusst, dass es auch am Gürtel eine andere Seite gibt.“ Dennoch beschleicht die Wienerin das Gefühl, dass die Situation manchmal zulasten Unschuldiger ausgenutzt wird. Ob der Einspruch gegen die hohe Geldstrafe Erfolg haben wird, bleibt offen.

Nach der Berichterstattung über eine 600-Euro-Strafe wegen laufenden Motors hat sich nun eine weitere Betroffene an „Heute“ gewandt.

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KO KOSMO-Redaktion
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