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Wohnbeihilfe

Wohnbeihilfe Neu: Ab 2027 gibt’s mehr Geld und weniger Zettelwirtschaft

Wohnbeihilfe Neu: Ab 2027 gibt’s mehr Geld und weniger Zettelwirtschaft
(FOTO: iStockphoto)
2 Min. Lesezeit |

Mehr Geld, weniger Papierkram: Oberösterreich baut die Wohnbeihilfe um. Für Familien und Pensionisten ändert sich ab 2027 einiges.

Mit 1. Jänner 2027 wird in Oberösterreich die Wohnbeihilfe nicht nur aufgestockt, sondern auch einfacher gestaltet. Die Höchstbeträge werden künftig nach der Größe des Haushalts neu gestaffelt, gleichzeitig wird die förderbare Wohnfläche angehoben.

Der neue Rahmen schraubt die monatlichen Obergrenzen spürbar nach oben. Alleinlebende können künftig bis zu 185 Euro erhalten, bisher waren es 166,50 Euro. Bei zwei Personen liegt die Grenze bei 259 Euro (bisher 222 Euro), bei drei Personen bei 314,50 Euro (bisher 277,50 Euro).

Haushalte mit vier oder mehr Personen können auf bis zu 351,50 Euro kommen, nach bisher 300 Euro. Für diese großen Haushalte macht das ein Plus von bis zu 51,50 Euro im Monat aus, übers Jahr gerechnet maximal 618 Euro. Außerdem wird die förderbare Wohnfläche angehoben.

Änderungen für Pensionisten

Auch für ältere Menschen sind Anpassungen vorgesehen. Die Einkommensgrenzen werden so justiert, dass Pensionisten durch inflationsbedingte Pensionserhöhungen ihre Wohnbeihilfe nicht verlieren. Der Teuerungsfreibetrag von 100 Euro pro Haushalt und der Wohnbeihilfen-Pensionsbonus bleiben bestehen.

Für Menschen über 70 Jahre gilt zudem: Übersiedelt der Ehepartner in ein Pflegeheim, kann die Wohnbeihilfe weiterhin als Zwei-Personen-Haushalt berechnet werden.

Weniger Bürokratie

Zugleich soll der Behördenweg schlanker werden. Bei privaten Mietverträgen braucht es auf dem Antragsformular künftig keine Unterschrift des Vermieters mehr. Außerdem werden die Nachweise für Unterhaltsleistungen und Waisenrenten vereinfacht, damit sich der Antrag rascher und unkomplizierter abwickeln lässt.

Die Neuerungen sind in einem Verordnungsentwurf gebündelt, der nun in Begutachtung geht. Wohnbaureferent Manfred Haimbuchner (FPÖ) sagt: „Wohnen muss leistbar bleiben. Deshalb erhöhen wir die Unterstützung dort, wo sie gebraucht wird. Mehr Geld für Familien und Pensionisten, weniger Bürokratie und klare Regeln. Das ist Wohnbaupolitik mit Hausverstand.“ Er rechnet damit, dass tausende Menschen von den Neuerungen profitieren werden.

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KO KOSMO-Redaktion
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