Ein Platz in Monaco, ein Verwandter des Fürsten, ein Begleiter auf Video: Die Ermittler schließen derzeit kein Szenario aus.
Antoine de Massy ist am Sonntag in Monaco tot aufgefunden worden. Im Polizeigewahrsam befindet sich ein Mann, der zuvor an der Seite des Verstorbenen gesehen wurde. Als Beschuldigter gilt er vorerst jedoch nicht. Fürst Albert II. und Fürstin Charlène reagierten bestürzt.
Gegenüber der Nachrichtenagentur AFP erklärte Staatsanwalt Stéphane Thibault, Videoaufnahmen würden den Mann in Begleitung des später verstorbenen Antoine de Massy zeigen. Einen Beschuldigtenstatus habe der Festgehaltene derzeit nicht. Überdies lasse sich nicht ausschließen, dass de Massy ohne Einwirkung Dritter gestorben sei.
Laufende Ermittlungen
Thibault zufolge belegen die Aufnahmen, dass die Begleitperson und de Massy gemeinsam anwesend waren. Die Ermittler verfolgen mehrere Szenarien, darunter auch einen Tod ohne Zutun von außen. Der Begleiter bleibt vorerst in Polizeigewahrsam, ohne als Beschuldigter zu gelten. Die Staatsanwaltschaft Monaco verlängerte den Polizeigewahrsam des Begleiters am 26. Oktober 2026 um weitere 24 Stunden.
Fürst Albert II. und Fürstin Charlène zeigten sich vom Tod Antoine de Massys erschüttert. Näheres zu ihrer Stellungnahme wurde nicht mitgeteilt.
Vermisst gemeldet
Gefunden wurde de Massy am Sonntag auf einem Platz im Fürstentum, nachdem ihn seine Familie als vermisst gemeldet hatte. Informierten Kreisen zufolge war der 29-Jährige in der Nacht auf Sonntag torkelnd aus einer Diskothek getreten.
Seine Großmutter, Prinzessin Antoinette, war die ältere Schwester von Fürst Rainier III., dem Vater von Fürst Albert.