Vor dem Gruselwochenende landen Perücken, Schnüre und Kinderschminke im Prüflabor und etliche Produkte bestehen den Test nicht.
Wenn am Samstag Tausende Gruselgestalten durch das Land ziehen, liegt die Bilanz der AGES bereits vor: Verkleidungen und Kinderkosmetik weisen erhebliche Sicherheitsmängel auf. Das Spektrum reicht von auffälligem Brennverhalten bis zu verbotenen Inhaltsstoffen. Im Mittelpunkt stehen Brandgefahr, Kleinteile und Schnüre.
Bei den aktuellen Kontrollen der AGES wurden 24,6 Prozent der 61 überprüften Kostüme beanstandet. Bei sechs Produkten stellten die Prüfer Sicherheitsmängel fest. Allein in Oberösterreich fielen fünf von 23 untersuchten Kostümen durch.
Am gefährlichsten erwies sich eine Perücke aus einem Kostümset, deren Brennverhalten auffällig war. Beanstandet wurden außerdem zu lange Schnüre, abnehmbare Kleinteile und eine zu dünne Verpackungsfolie.
Kinderkosmetik im Test
Bei der Kinderkosmetik wurden acht von 36 Proben bemängelt. Die Analysen ergaben Spuren verbotener Substanzen sowie nicht zugelassene Farb- und Konservierungsstoffe, wobei keine dieser Proben als gesundheitsschädlich galt.
Deutlich schlechter schnitt Kosmetik aus Staaten außerhalb der EU ab: 76,5 Prozent der Proben (26 von 34) wurden beanstandet, darunter auch Produkte mit gesundheitsschädlichen Inhaltsstoffen.
Warnung vor Billigware
Das Gefahrenspektrum bei Kostümen reicht von leichter Entflammbarkeit über verschluckbare Kleinteile bis zu riskanten Schnüren, und auch bei Kinderschminke ist Vorsicht angebracht.
Stefan Kaineder (Grüne), Konsumentenschutz-Landesrat in Oberösterreich, warnt vor Billigware: „Nichts ist gruseliger als echte Gefahr. Wer billig kauft, riskiert Chemie auf der Haut und Feuer am Kostüm.„