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Netzkostenzuschuss

Letzte Chance! So könnt ihr bis zu 200 Euro für Strom bekommen

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(FOTO: iStock/Santje09)

Bis zum 30. Juni läuft die Frist. Bis dahin kann man noch den Netzkostenzuschuss des Bundes beantragen. Dieser soll einkommensschwächere Haushalte in Österreich entlasten. Bis zu 200 Euro der Netzkosten, die einen Teil der Stromkosten ausmachen, können dadurch jährlich eingespart werden.

Dabei gilt: 75 Prozent der Netzkosten, maximal jedoch 200 Euro, werden vom Bund übernommen. Dieses Geld könnte nun auch helfen, die in wenigen Tagen bei manchen Österreichern wohl steigenden Strompreise abzufedern. Ab 1. Juli werden vom Staat in Form der Strompreisbremse nur noch 15 statt 30 Cent gefördert. Beträgt der Stromtarif also mehr als 25 Cent pro Kilowattstunde, wird man ab 1. Juli mehr für Strom zahlen müssen – ein Anbieterwechsel würde sich dann empfehlen. Aber Achtung! Im Gegensatz zur Strompreisbremse, die automatisch beachtet wird und für die man prinzipiell nichts machen muss, muss der Netzkostenzuschuss beantragt werden.

Voraussetzungen

Für diesen Zuschuss benötigt man eine Befreiung von den Kosten der Erneuerbaren-Förderung (EAG-Kosten-Befreiung), die beim Bund beantragt werden muss. Kurz gesagt: Wer von der ORF-Gebühr befreit ist, bekommt auch den Zuschuss für die Netzkosten. Den Netzkostenzuschuss erhält man, wenn man ebenfalls von den Kosten der Erneuerbaren-Förderung (EAG-Kosten-Befreiung) befreit ist. Dazu muss man die Befreiung von den Kosten der Erneuerbaren-Förderung (EAG-Kosten-Befreiung) beantragen, falls man nicht bereits befreit ist. Ist man also von der ORF-Gebühr befreit, erhält man auch den Zuschuss. Das Formular zur Befreiung ist übrigens online verfügbar.

Beantragung des Netzkostenzuschusses

Den Netzkostenzuschuss des Bundes und damit bis zu 200 Euro kann man nur noch bis Ende Juni beantragen. Wer das Geld also noch erhalten möchte, sollte sich beeilen. Beantragt man den Netzkostenzuschuss, erhält man bis zu 200 Euro vom Staat. Dabei werden 75 Prozent der Netzkosten übernommen, maximal jedoch 200 Euro.

Änderungen bei der Strompreisbremse

Bis Ende Juni gilt bei der Strompreisbremse, dass bis zu 30 Cent vom Bund ab Kosten von 10 Cent pro Kilowattstunde übernommen werden. Das bedeutet: Zahlt man beispielsweise 40 Cent pro Kilowattstunde, übernimmt der Bund 30 Cent – man zahlt nur noch 10 Cent pro Kilowattstunde. Ab Juli gilt jedoch: Vom Bund werden maximal nur noch 15 Cent übernommen. Das heißt: Zahlt man weiterhin 40 Cent pro Kilowattstunde, muss man ab Juli statt 10 Cent nun 25 Cent bezahlen. In diesem Fall wäre ein Anbieterwechsel ratsam und würde sich empfehlen.

Ab dem 1. Juli wird die staatliche Unterstützung im Rahmen der Strompreisbremse angepasst, sodass für Verbraucher, deren Stromtarif über 25 Cent pro Kilowattstunde liegt, höhere Kosten anfallen können. Diese Änderung könnte einen Wechsel des Stromversorgers für einige Haushalte möglicherweise attraktiver machen.