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Lockdown nähert sich: Bereits in fünf Bundesländern gehen die Spitalsbetten aus

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(FOTO: iStock)

Die steigenden Infektionszahlen drohen Österreichs Spitäler zu überfluten. In fünf Bundesländern werden die Krankenhausbetten bereits knapp. Kommen wir dem Lockdown nun gefährlich nahe?

Laut der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) wurden österreichweit 33.896 aktive Corona-Fälle gemeldet (Stand 27.Oktober 14:00 Uhr). Der Großteil befindet sich zwar in häuslicher Pflege, 1.197 Personen müssen jedoch in Krankenhäusern medizinisch behandelt werden, 203 davon sind auf der Intensivstation.

Ein weiterer Anstieg könnte in einigen Bundesländern die Spitäler an ihre Grenzen bringen. Besonders die Feiertage und das bevorstehende Halloween-Wochenende könnten für weitere Fälle sorgen. Oberösterreich hat bereits damit begonnen nicht notwendige Operationen zu verschieben. Zudem soll Personal aus der Pension geholt werden, um auszuhelfen.

Einige rechnen bereits mit einem sehr baldigen Lockdown…

In Salzburg, Tirol und der Steiermark wird bereits an ähnlichen Konzepten gearbeitet. Auch in Wien spitzt sich die Lage zu, Gesundheits-Stadtrat Peter Hacker kündigte am Mittwoch im Ö1-Interview an, dass „verschiebbare Eingriffe verschoben werden müssen“.

Die AGES weist zwar darauf hin, dass in der Bundeshauptstadt noch 2.400 Krankenhausbetten frei sind. Der Gesundheits-Stadtrat erklärt aber, dass dies die Gesamtzahl der verfügbaren Betten sei, Intensivbetten für Corona-Patienten sind gäbe es maximal 320. Laut ihm sei man dennoch weit von einer „kritischen Auslastung“ entfernt.

Auch Gesundheitsminister Rudolf Anschober bestätigte, dass Österreich noch genügend Intensivbetten zur Verfügung hätte. Vor einem medizinischen Zusammenbruch seien wir „weit entfernt“, doch „mit einer exponentiellen Steigerung kann sich das rasch ändern”.

Laut diesem Experten könnte das zu Weihnachten passieren…