Start NEWS POLITIK Ludwig über Lockdown-Ende am 12.12.: „Garantieren kann man nie etwas“
WIENER BÜRGERMEISTER

Ludwig über Lockdown-Ende am 12.12.: „Garantieren kann man nie etwas“

(FOTO: C.Jobst/PID)

Der harte Lockdown soll laut Plan der Regierung am 12. Dezember enden und in einen Lockdown für Ungeimpfte übergehen. Der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) bezweifelt das jedoch.

Gegenüber „Wien heute“ erklärte Ludwig, dass die Bundeshauptstadt bereits seit Sommer einen Sonderweg ging, um die Pandemie in Schach zu halten. Dennoch hat man sich im Rahmen der Landeshauptleutekonferenz am Freitag bundesweit für einen harten Lockdown in der Dauer von 20 Tagen entschieden. „Es war richtig, dass wir parteiübergreifend und über Bundesländergrenzen hinweg, diese sehr schwere Entscheidung getroffen haben, um die Spitäler dort zu schützen. Es ist ein Akt der Solidarität dem Krankenhauspersonal gegenüber, die Zahlen zu senken“, erklärte der Wiener Bürgermeister.

Garantieren kann man in einer Pandemie nie etwas“
Die brennende Frage, die die rund 65 Prozent Geimpften interessiert ist, ob der Lockdown für sie wirklich am 12. Dezember endet. „Garantieren kann man in einer Pandemie nie etwas. Ob der Lockdown für Geimpfte in drei Wochen zu Ende ist, hängt davon ab, ob es gelingt, dass sich viele über Bundesländergrenzen hinweg, impfen lassen und zugleich, ob es gelingt, die sozialen Kontakte zu reduzieren.“

Streitfall Schule
Während Ludwig auf Home Office überall dort plädiert, wo dies umsetzbar ist, so verteidigt er gleichzeitig die geöffneten Schulen bzw. den Präsenzunterricht. Immer wieder kam Kritik auf, da Kinder und Jugendliche im Schulalter derzeit die höchsten Inzidenzen im Land aufweisen. „An den Schulen wird intensiv getestet, dadurch besteht die Chance, Infizierte möglichst schnell rauszuholen. Wien bietet mit Alles Gurgelt ein sehr sicheres System.“

Impfpflicht fordere Solidarität ein
Auch der Wiener Bürgermeister unterstützt die von der Bundesregierung angekündigte Impfpflicht ab Februar 2022. Man wolle in Richtung der Ungeimpften ganz deutlich machen, dass man eine Solidarität gegenüber anderen Teilen der Bevölkerung einfordere, so Ludwig. Gleichzeitig sende die Impfpflicht ein wichtiges Signal an die Geimpften, die bisher alle Vorkehrungen getroffen haben und dennoch in den Lockdown müssen.

Vorheriger ArtikelAb nun täglich: Tausende Impfgegner bei Corona-Demo vor Linzer Landhaus
Nächster ArtikelBalkan-Reisebus ausgebrannt: 45 Menschen starben, darunter 12 Kinder (FOTOS)
Fragen oder Anregungen? Wir freuen uns auf Ihr Mail an redaktion[at]kosmo.at!