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ÜBERRASCHENDER EFFEKT

Macht die Maske immun gegen Corona?

Symbolbild (FOTO: iStockphoto)

Wissenschaftler der University of California haben herausgefunden, dass der Mund-Nasen-Schutz bei einer Immunisierung gegen das Coronavirus helfen könnte.

Einige Menschen zweifeln noch immer die Sinnhaftigkeit des Mund-Nasen-Schutzes gegen eine Ausbreitung des Coronavirus an. US-Forscher vermuten jedoch, dass die Maske noch einen viel weitreichenderen Effekt hat, als bisher angenommen.

Der Mund-Nasen-Schutz ist auch bei uns in Österreich in vielen Bereichen wieder Pflicht, weil der Träger damit weniger Aerosole in seinem Umfeld freisetzt und so auch andere Menschen vor dem Erreger schützt. Doch die Maske könnte unbeabsichtigt auch als banaler „Impfstoff“ fungieren, wie Wissenschaftler der University of California nun herausgefunden haben.

Neue Erkenntnisse zeigen, dass das für viele unliebsame Accessoire für mildere Verläufe oder gar eine Immunisierung sorgen könnte. Der Träger werde durch die Maske einer geringeren Viruslast ausgesetzt, mit der der Körper lernen kann, umzugehen, so die Theorie der Forscher.

Körper könnte lernen, einige wenige Viren abzuwehren
Weil die meisten Masken kein 100-prozentiger Schutz gegen SARS-CoV-2 sind, kann man trotzdem mit dem Erreger in Kontakt kommen. Allerdings in einer geringeren Dosis, als wenn man keinen Schutz trägt. Gleichzeitig lernt der Körper, die wenigen Viren abzuwehren und Antikörper zu bilden. So könnte man also eine Immunität aufbauen. Auch ein milderer Verlauf sei vorstellbar, so die Forscher. Diese Erkenntnis könnte weltweit die Situation etwas entschärfen, während man immer noch auf einen Impfstoff gegen die Krankheit wartet. Die Theorie wurde im „New England Journal of Medicine“ veröffentlicht, muss allerdings erst überprüft werden.

Expertin rät: „Trotzdem wachsam bleiben“
Saskia Popescu, eine Expertin für Infektionskrankheiten, die nicht an der Forschung beteiligt war, riet gegenüber der „New York Times“ dennoch zu Vorsicht. Man solle auch weiterhin andere Maßnahmen befolgen: „Das bedeutet, wachsam zu bleiben, was die Vermeidung von Menschenansammlungen, körperliche Distanz und Handhygiene betrifft – Verhaltensweisen, die sich in ihren Auswirkungen überschneiden, aber einander nicht ersetzen können“, so die Wissenschaftlerin.