Elf Dosen Limonade pro Woche könnten für Männer fatale Folgen haben – nicht nur für die Gesundheit, sondern auch für die Haarpracht.
Übermäßiger Konsum
Eine aktuelle Studie der Tsinghua-Universität in China hat einen besorgniserregenden Zusammenhang zwischen dem übermäßigen Konsum von gesüßten Getränken und Haarausfall aufgedeckt. Die im Fachjournal „Nutrients“ veröffentlichte Untersuchung umfasste 1.028 chinesische Männer im Alter von 18 bis 45 Jahren und bestätigt: Besonders Männer sind davon betroffen. Als kritische Menge gelten dabei mehr als 4.000 Milliliter pro Woche – das entspricht etwa elf Dosen Limonade.
Die Forscher fanden heraus, dass Männer mit Haarausfall durchschnittlich 4.293 Milliliter zuckerhaltige Getränke pro Woche konsumierten, während die Kontrollgruppe nur 2.513 Milliliter trank. Wichtig zu beachten ist, dass die Studie eine Korrelation aufzeigt, aber noch keine endgültige Kausalität beweist.
Während viele Menschen Haarausfall als unvermeidliche Alterserscheinung betrachten, zeigt sich das Problem zunehmend auch bei jüngeren Personen. Die Ausdünnung kann bereits im späten Teenageralter beginnen und nimmt mit den Jahren zu. Bis zum 35. Lebensjahr sind etwa zwei Drittel aller Männer von einer gewissen Haarausdünnung betroffen, bestätigt die American Hair Loss Association.
Zuckers Wirkungsmechanismus
Der schädliche Einfluss des Zuckers auf die Haarpracht lässt sich durch seine Wirkung auf die Kopfhaut erklären: Er regt die übermäßige Produktion von Sebum (Hauttalg) an – einer fettigen, wachsartigen Substanz, die normalerweise als schützende Feuchtigkeitsbarriere für Haut und Haar dient. Wird zu viel Sebum produziert, begünstigt dies jedoch das Wachstum von Mikroorganismen sowie Reizungen und Entzündungen – alles Faktoren, die letztlich zu Haarausfall führen können.
Auch Alkohol wurde als weiterer Risikofaktor identifiziert. Eine Reduzierung dieser beiden Getränkearten könnte den Haarverlust verlangsamen oder sogar verhindern.
Schützende Ernährung
Die Wissenschaftler haben zudem mehrere Lebensmittel und Getränke identifiziert, die zur Erhaltung gesunder Haare beitragen können: Vitamin-D-Präparate können die Intensität des Haarausfalls verringern, während Eisen das Haarwachstum fördert. Auch eine erhöhte Aufnahme von Kreuzblütlern (Kohlgewächse) wie Brokkoli, Kohl und Grünkohl kann die Haardichte verbessern und die Auswirkungen der Haarausdünnung mildern.