Verbotene Gehsteigfahrt endet schmerzhaft: Ein tschechischer E-Scooter-Fahrer rammte in Wien-Alsergrund einen fünfjährigen Buben und muss nun mit Konsequenzen rechnen.
Ein E-Scooter-Fahrer kollidierte am Dienstag zur Mittagszeit mit einem fünfjährigen Kind auf einem Gehsteig in der Straße des Achten Mai in Wien-Alsergrund. Der 39-jährige tschechische Staatsangehörige befuhr den Gehsteig entgegen den geltenden Verkehrsvorschriften, als das Kind plötzlich seinen Weg kreuzte. Bei dem Zusammenstoß stürzte der Fünfjährige und erlitt leichte Verletzungen.
📍 Ort des Geschehens
Rettungskräfte brachten das Kind zur weiteren medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus. Der E-Scooter-Lenker blieb unverletzt, muss sich jedoch mehreren Anzeigen stellen, da sein Gefährt nicht den vorgeschriebenen Leistungsstandards entsprach.
Verstärkte Kontrollen
In der Bundeshauptstadt häufen sich in jüngster Zeit Unfälle mit E-Rollern, was die Behörden zu verstärkten Kontrollen veranlasste.
Diese Schwerpunktaktionen richten sich besonders auf zweirädrige Verkehrsmittel. Laut aktuellen Statistiken wurden im Jahr 2023 österreichweit 1.610 E-Scooter-Fahrer:innen in Unfälle verwickelt, davon 1.607 mit Verletzungen und drei mit tödlichem Ausgang. Der Großteil dieser Unfälle ereignete sich in Wien, wo die Polizei einen kontinuierlichen Anstieg der E-Scooter-Unfälle verzeichnet.
Die verstärkten Kontrollen fokussieren sich auf mehrere Schwerpunkte: verbotene Gehsteigfahrten, technische Mängel der Fahrzeuge sowie Alkohol- und Drogenkonsum bei den Lenkern. Die Wiener Polizei führt dabei regelmäßig gezielte Aktionen an bekannten Unfallschwerpunkten und in stark frequentierten Bezirken durch, um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu erhöhen.