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Infrastrukturprojekt

Mega-Autobahn durch Herzegowina: USA investiert in Balkan-Korridor

Mega-Autobahn durch Herzegowina: USA investiert in Balkan-Korridor
FOTO: iStock/Leesle
2 Min. Lesezeit |

Ein Memorandum, amerikanische Technologie und eine Autobahn, die Europa neu vernetzen soll – in Banja Luka wurde ein wegweisendes Abkommen besiegelt.

In Banja Luka hat der Verkehrs- und Kommunikationsminister der Republika Srpska, Zoran Stevanovic, ein Kooperationsmemorandum mit Vertretern amerikanischer Unternehmen unterzeichnet. Im Mittelpunkt stehen mehrere Infrastrukturvorhaben – allen voran die Realisierung jenes Abschnitts der Adriatisch-Ionischen Autobahn, der auf der Trasse Stolac–Trebinje durch die Republika Srpska führt.

Die Adriatisch-Ionische Autobahn zählt zu den ambitioniertesten Verkehrsprojekten in Bosnien-Herzegowina. Sie ist Teil eines überregionalen Korridors, der Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro, Albanien und Griechenland miteinander verbinden soll – und damit eine neue Hauptachse entlang der östlichen Adriaküste schaffen würde.

Geplante Trassenführung

Auf bosnisch-herzegowinischem Territorium ist eine Trassenführung von rund 103 Kilometern vorgesehen. Die Autobahn würde beim Korridor 5C bei Pocitelj abzweigen und von dort über Stolac und Trebinje bis zur montenegrinischen Grenze führen. Die Strecke berührt dabei sowohl die Föderation Bosnien-Herzegowina als auch die Republika Srpska.

Im föderationsseitigen Abschnitt zwischen Pocitelj und Stolac laufen die Vorbereitungen bereits: Grundstücksenteignungen wurden eingeleitet und die Projektdokumentation befindet sich in Ausarbeitung. Das nun unterzeichnete Memorandum betrifft hingegen die Weiterführung der Trasse von Stolac nach Trebinje – also jenen Teil, der durch die Republika Srpska verläuft.

Das Projekt gilt als eine der bedeutendsten künftigen Verkehrsachsen der Herzegowina, da es erstmals den Korridor 5C, die östliche Herzegowina und die montenegrinische Grenze auf Autobahnlevel verbinden würde. Bei vollständiger Umsetzung könnte die Adriatisch-Ionische Autobahn nach dem Korridor 5C zur zweitwichtigsten Autobahnverbindung des Landes avancieren.

Amerikanischer Partner

Gary Rabine, Direktor des amerikanischen Unternehmens Rabine Global, das das Dokument mitunterzeichnet hat, erläuterte, sein Unternehmen sei auf den Bau hochwertiger Straßen sowie auf Technologien aus den Bereichen Robotik und künstliche Intelligenz spezialisiert. Neben einer verbesserten Anbindung der Herzegowina würde das Projekt auch schnellere Verbindungen nach Montenegro und in den weiteren Adriatisch-Ionischen Korridor ermöglichen.

Das Memorandum hat eine Laufzeit von fünf Jahren. In den kommenden Monaten sollen Modelle für eine gemeinsame Projektfinanzierung geprüft werden.

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KO KOSMO-Redaktion
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