Frischer Wind in den Lohntüten: Österreichs Seilbahnmitarbeiter erhalten ab Juli 2025 mehr Geld. Die Branche ist Teil einer umfassenden Lohnerhöhungswelle im Land.
Die Beschäftigten der Seilbahnwirtschaft dürfen sich über eine Lohnerhöhung freuen. Seit Juli 2025 erhalten die rund 18.000 Mitarbeiter der Branche 3,1 Prozent mehr Gehalt. Der Einstiegslohn wurde auf 2.138 Euro brutto monatlich angehoben. Diese Anpassungen basieren auf den Ergebnissen der vierten Verhandlungsrunde zum Kollektivvertrag. Zusätzlich wurde eine neue Zulage für die Sommersaison von Mai bis Oktober vereinbart.
Zahlreiche Arbeitnehmer in Österreich profitieren bereits seit Mai und Juni von den Resultaten der Frühjahrslohnrunde. In der Glasindustrie und Glashüttenindustrie etwa erhalten die etwa 5.500 Beschäftigten seit dem Vormonat Gehaltserhöhungen von bis zu 2,65 Prozent, wobei die maximale Steigerung bei 100 Euro monatlich liegt. Die kollektivvertraglichen Mindestlöhne und -gehälter wurden um 2,65 Prozent angehoben, während die Ist-Löhne und Ist-Gehälter um 2,2 Prozent steigen.
Der neue Mindestlohn in der Glashüttenindustrie beträgt seit Juni 2.480,25 Euro brutto pro Monat, in der Glasbe- und -verarbeitenden Industrie liegt er bei 2.087,98 Euro. Die Erhöhung wird mit der Auszahlung des Juni-Gehalts wirksam.
Branchenweite Anpassungen
Bereits im Mai wurden in weiteren Branchen Lohn- und Gehaltsanpassungen vorgenommen. In der Papierindustrie steigen die Mindestlöhne für die etwa 8.000 Beschäftigten um 2,65 Prozent, während in der Pappeindustrie eine Erhöhung um 2,45 Prozent erfolgt. Auch andere Berufsgruppen verzeichnen seit Mai 2025 Gehaltssteigerungen. Ein bemerkenswerter Meilenstein wurde in der Gastronomie und Hotellerie erreicht, wo der Mindestlohn erstmals die 2.000-Euro-Marke überschreitet.
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Wirtschaftliche Auswirkungen
Branchenvertreter der Seilbahnwirtschaft bewerten die Lohnerhöhungen als wichtigen Schritt zur Sicherung der Attraktivität des Arbeitsmarktes. Gerade angesichts steigender Lebenshaltungskosten und des anhaltenden Fachkräftemangels sei die Anpassung notwendig. Gleichzeitig weisen Arbeitgeber darauf hin, dass die höheren Personalkosten in Kombination mit gestiegenen Energie- und Investitionskosten eine Herausforderung darstellen. Effizienzsteigerungen und moderate Preisanpassungen in den kommenden Saisonen werden daher nicht ausgeschlossen.
Wirtschaftsexperten betonen, dass die Lohnsteigerungen in Österreichs Seilbahnbranche im internationalen Vergleich moderat ausfallen und daher die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Schweizer oder italienischen Anbietern nicht unmittelbar gefährden, zumal auch in den Nachbarländern die Personalkosten steigen. Dennoch empfehlen sie, die Entwicklung der Betriebskosten genau zu beobachten, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.
Steuerliche Entlastung
Mit Beginn des Jahres 2026 werden die Nettoeinkommen aufgrund der Abschaffung der kalten Progression (automatische steuerliche Mehrbelastung durch Inflation) erneut ansteigen, wenn auch in geringerem Ausmaß als zuvor. Die voraussichtliche neue Lohnsteuertabelle wurde bereits kalkuliert. Interessierte können ihre persönliche Prognose für 2026 mit dem Online-Brutto-Netto-Rechner ermitteln.
Der Brutto-Netto-Rechner ermöglicht die Berechnung des neuen Gehalts. Das Tool liefert neben dem Nettobetrag auch Informationen zur Höhe der Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträge sowie zum Urlaubs- und Weihnachtsgeld.
Viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer können bereits im Juli mit einem höheren Gehalt rechnen. Der Einstiegslohn wird auf 2.138 Euro angehoben.
Ab 2026 erfolgt dann auch eine Steigerung des Nettobezugs.