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Tragödie

Mehrere Tote befürchtet: Illegaler Schulumbau begräbt Dutzende Kinder

Mehrere Tote befürchtet: Illegaler Schulumbau begräbt Dutzende Kinder
FOTO: EPA/FULLY HANDOKO
3 Min. Lesezeit |

Bei einem Schuleinsturz in Indonesien ist ein 13-jähriger Schüler ums Leben gekommen. 99 weitere Kinder wurden mit Verletzungen in Krankenhäuser eingeliefert, einige schweben in Lebensgefahr. Rettungskräfte konnten bislang acht geschwächte Überlebende aus den Trümmern bergen.

📍 Ort des Geschehens

Die Bergungsarbeiten an der eingestürzten islamischen Internatsschule Al-Khoziny in Sidoarjo in Ostjava dauern an. Das Unglück ereignete sich am 29. September 2025 im Bereich der Jungen-Schlafsäle. Einsatzkräfte arbeiten fieberhaft daran, etwa 65 Schüler zu retten, die noch unter den instabilen Trümmern eingeschlossen sind. Polizisten, Militärangehörige und Rettungsteams graben seit Dienstagmorgen ununterbrochen.

Die Helfer berichten, dass sie zwischen den Überlebenden bereits weitere Todesopfer entdeckt haben, sodass die Opferzahl vermutlich noch ansteigen wird. Der Einsturz ereignete sich während des Nachmittagsgebets der Schüler, als die Decke plötzlich nachgab, erklärte Polizeisprecher Jules Abraham Abast.

Verzweifelte Rettungsaktion

Am Einsatzzentrum auf dem Schulgelände hängt eine Liste mit den Namen der Vermissten – hauptsächlich Jungen zwischen zwölf und 17 Jahren. Die Mädchen befanden sich zum Zeitpunkt des Unglücks in einem anderen Gebäudeteil beim Gebet und konnten sich in Sicherheit bringen.

Anwohner und Lehrkräfte leisteten den verletzten Schülern erste Hilfe, die meisten erlitten schwere Kopfverletzungen und Knochenbrüche. Die Verletzten wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht, wo sich verzweifelte Angehörige versammelt haben.

Illegaler Umbau

Die Behörden haben Ermittlungen zur Unglücksursache eingeleitet. Offenbar plante die Schule eine nicht genehmigte Erweiterung des Gebäudes. Laut Polizeisprecher Abast wurde die ursprünglich zweistöckige Gebetshalle ohne behördliche Genehmigung um zwei weitere Stockwerke aufgestockt.

Das Fundament des alten Gebäudes war offenbar nicht in der Lage, zwei weitere Stockwerke aus Beton zu tragen und stürzte während des Betoniervorgangs ein, erläuterte Abast. Die lokalen Baubehörden bestätigten die illegalen Bauarbeiten und kündigten eine umfassende Untersuchung der Baugenehmigungsverfahren an.

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Angehörige der Schüler versammeln sich in den umliegenden Krankenhäusern und nahe der Unglücksstelle, wo sie auf Nachrichten warten. Viele brechen in Tränen aus, wenn die Einsatzkräfte verletzte und staubbedeckte Kinder aus den Trümmern ziehen.

„Wir versorgen diejenigen, die noch unter den Trümmern begraben sind, mit Sauerstoff und Wasser und halten sie am Leben, während wir hart daran arbeiten, sie zu befreien“, sagte Nanang Sigit, der Leiter der Bergungsarbeiten. Schweres Gerät ist im Einsatz, um die Trümmer vorsichtig zu entfernen, ohne die Überlebenden zu gefährden.

Auch er bestätigte, dass die Rettungskräfte bereits mehrere Leichen entdeckt haben, sich jedoch vorrangig auf die Rettung der Überlebenden konzentrieren.

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KO KOSMO-Redaktion
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