Die NEOS haben erneut eine Debatte über das Pensionsantrittsalter angestoßen. Parteichefin Beate Meinl-Reisinger bezeichnet eine Anhebung des faktischen Pensionsantrittsalters als unausweichlich, wenn das österreichische Pensionssystem langfristig finanzierbar bleiben soll.
Angesichts der demografischen Entwicklung und der steigenden Lebenserwartung warnt Meinl-Reisinger davor, die Augen vor der Realität zu verschließen. Immer weniger Erwerbstätige müssten für immer mehr Pensionisten aufkommen – ohne Reformen drohe eine massive Belastung für jüngere Generationen.
Die NEOS fordern daher nicht nur ein höheres tatsächliches Pensionsantrittsalter, sondern auch bessere Rahmenbedingungen für längeres Arbeiten. Dazu zählen flexible Übergänge in die Pension, Anreize für Betriebe, ältere Arbeitnehmer zu beschäftigen, sowie der Abbau von Frühpensionsprivilegien.
„Ehrlichkeit statt Illusionen“
Meinl-Reisinger betont, dass es dabei nicht um Pensionskürzungen gehe, sondern um Ehrlichkeit in der politischen Debatte. Wer den Menschen vorgaukle, das bestehende System sei dauerhaft finanzierbar, handle verantwortungslos. Ziel müsse ein transparentes und generationengerechtes Pensionssystem sein.
Die Aussagen sorgen erwartungsgemäß für politische Kontroversen. Während Kritiker soziale Härten befürchten, halten die NEOS dagegen: Ohne Reformen würden künftige Pensionen erst recht unter Druck geraten.