Trotz wirksamer Impfung kehrt eine gefährliche Krankheit zurück. Die WHO reagiert mit drastischen Maßnahmen – sechs Länder verlieren ihren Schutzstatus.
Die Masern erleben ein bedrohliches Comeback. Diese hochinfektiöse Viruserkrankung kann bei 20 Prozent der Infizierten schwerwiegende Komplikationen verursachen. Obwohl seit den Siebzigerjahren ein wirksamer Impfstoff existiert und das Virus ausschließlich zwischen Menschen übertragen wird, wäre eine vollständige Eliminierung der Krankheit durchaus realistisch. In den vergangenen Jahrzehnten schien dieses Ziel bereits in greifbarer Nähe.
Dramatischer Anstieg
Doch aktuell verzeichnen Gesundheitsbehörden einen alarmierenden Trend: Die Infektionszahlen steigen dramatisch an. Eine wachsende Zahl von Eltern verzichtet auf die Immunisierung ihrer Kinder, wodurch Österreich die erforderliche Impfquote von 95 Prozent deutlich verfehlt. Die Statistik der AGES belegt den besorgniserregenden Anstieg: Während 2018 lediglich 77 Masernfälle dokumentiert wurden, hat sich diese Zahl 2024 mit 542 registrierten Fällen mehr als versiebenfacht.
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WHO-Rückstufung
Diese Entwicklung zieht nun internationale Konsequenzen nach sich. Die Weltgesundheitsorganisation WHO gab am Montag bekannt, dass sechs Nationen ihren Status als „masernfrei“ verloren haben – darunter auch Österreich.
Neben der Alpenrepublik betrifft diese Rückstufung auch Usbekistan, Aserbaidschan, Armenien, Spanien sowie Großbritannien.