Mit voller Wucht zog der MRT-Scanner die Metallkette an seinen Hals – für einen 61-jährigen Amerikaner endete der Besuch in der Radiologie tödlich.
Ein 61-jähriger Amerikaner verlor sein Leben nach einem tragischen Zwischenfall während der MRT-Untersuchung seiner Ehefrau. Der Mann begleitete seine Partnerin zur medizinischen Diagnostik und betrat auf ihre Bitte hin den Untersuchungsraum, um ihr beim Verlassen des MRT-Tisches behilflich zu sein. In diesem Moment wurde die Metallkette, die er um seinen Hals trug, mit enormer Kraft vom Magnetresonanztomographen angezogen. Der dadurch verursachte medizinische Notfall endete fatal – am Donnerstag erlag der Patient im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen.
Polizeiliche Ermittlungen
Die Polizeibehörde von New York bestätigte, dass sich der folgenschwere Unfall am Mittwoch vergangener Woche im Nassau County Open MRI in Westbury im US-Bundesstaat New York ereignete. Die Ermittlungen zu den genauen Umständen dauern nach Polizeiangaben noch an.
Grundsätzlich gilt bei Magnetresonanztomographien eine strikte Sicherheitsregel: Patienten dürfen keinerlei metallische Gegenstände am Körper tragen oder in den Untersuchungsraum mitnehmen.
📍 Ort des Geschehens
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Vermeidbare Tragödie durch Sicherheitslücken
Nach Angaben von Polizei und Fachleuten hätte dieser dramatische Unfall durch die Einhaltung der üblichen Sicherheitsvorschriften verhindert werden können. In dem betroffenen New Yorker Zentrum wurden diese zentralen Sicherheitsmaßnahmen offenbar nicht konsequent umgesetzt, da der Mann mit einer rund neun Kilogramm schweren Metallkette den Raum betreten konnte, während das Gerät in Betrieb war.
Seltenheit solcher Vorfälle
Tödliche Unfälle mit MRT-Geräten sind äußerst selten, betonen Experten. Der letzte vergleichbare Vorfall in New York ereignete sich im Jahr 2001, als ein Kind durch eine in den Raum gebrachte Sauerstoffflasche ums Leben kam. Weltweit wurden in den vergangenen Jahren nur vereinzelt Todesfälle durch das Mitführen von Metallgegenständen in MRT-Räumen dokumentiert.
Dies unterstreicht die Bedeutung der Standardsicherheitsprotokolle, die das Betreten des Untersuchungsraums mit metallischen Objekten strikt untersagen und durch das Fachpersonal kontrolliert werden müssen – eine Maßnahme, die in diesem Fall offenbar versäumt wurde.