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Bau-Krise

Mieten explodieren in diesem Bundesland: Fast doppelt so hoher Anstieg wie Inflation

Mieten explodieren in diesem Bundesland: Fast doppelt so hoher Anstieg wie Inflation
FOTO: iStock/OLENA SAKHATSKA
2 Min. Lesezeit |

Salzburg bleibt Österreichs Miet-Hotspot mit 11,90 Euro pro Quadratmeter. Die Alpenrepublik verzeichnet einen Preisanstieg von 4,8 Prozent – deutlich über der Inflationsrate.

Salzburg führt weiterhin die Rangliste der kostspieligsten Mietregionen Österreichs an. Dies belegen die jüngsten Daten der Statistik Austria aus ihrer Erhebung „Wohnen 2024″, die zum Wochenende in Wien vorgestellt wurde. Mit durchschnittlich 11,90 Euro pro Quadratmeter (Betriebskosten inbegriffen) setzt sich das Bundesland Salzburg an die Spitze des nationalen Mietpreisspiegels. Dicht dahinter platzieren sich Tirol mit 11,50 Euro und Vorarlberg mit 11,30 Euro. Deutlich günstiger gestaltet sich die Wohnsituation in Kärnten und im Burgenland, wo Mieter lediglich 7,70 bzw. 7,40 Euro entrichten müssen. „Die Mietkosten sind in den letzten Jahren in ganz Österreich gestiegen, aber Salzburg sticht besonders hervor“, erklärte Regina Fuchs von der Statistik Austria.

Die Mietpreise in der Alpenrepublik verzeichneten 2024 einen Anstieg von 4,8 Prozent und übertrafen damit die Inflationsrate von 2,9 Prozent erheblich. Der landesweite Durchschnittspreis pro Quadratmeter inklusive Betriebskosten kletterte von 6 Euro im Jahr 2010 auf 9,80 Euro im Vorjahr. Auch in der Hochpreisregion Salzburg zeigt sich laut der Erhebung der Statistik Austria der preisdämpfende Effekt des sozialen Wohnbaus. Während private Hauptmietwohnungen österreichweit im Schnitt mit 11,60 Euro pro Quadratmeter zu Buche schlagen, bewegen sich Gemeindewohnungen mit 8 Euro und Genossenschaftswohnungen mit 8,50 Euro auf deutlich niedrigerem Niveau.

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Baugenehmigungen eingebrochen

Ungeachtet der hohen Mietbelastung in Salzburg und anderen Regionen ist die Anzahl der Baugenehmigungen in Österreich dramatisch eingebrochen. Im laufenden Jahr wurden lediglich 31.867 Bewilligungen ausgestellt – ein historischer Tiefstand und weniger als die Hälfte des Rekordwerts von 71.805 aus dem Jahr 2017. Diese rückläufige Entwicklung bei den Baugenehmigungen könnte in absehbarer Zeit zu einer weiteren Verknappung des Wohnraumangebots führen, was besonders in den ohnehin schon teuren Regionen wie Salzburg zum Problem werden könnte.

Hohe Wohnzufriedenheit

Trotz der steigenden Wohnkosten bleibt die allgemeine Zufriedenheit der Österreicher mit ihrer Wohnsituation bemerkenswert hoch. Auf einer Bewertungsskala von 0 bis 10 erreicht sie einen Wert von 8,1.

Es besteht jedoch die Gefahr, dass der anhaltende finanzielle Druck diese positive Einschätzung in den kommenden Jahren beeinträchtigen könnte.

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KO KOSMO-Redaktion
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