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Außenseiter

Trainer-Chaos und 90 Gegentore: Gibraltar vor Kroatien-Hammerspiel

Trainer-Chaos und 90 Gegentore: Gibraltar vor Kroatien-Hammerspiel
(Foto: EPA-EFE/MOHAMMED BADRA)
3 Min. Lesezeit |

Gibraltar steht vor einer schier unlösbaren Aufgabe in der WM-Qualifikation. Das Team startet in seinen dritten Anlauf auf dem Weg zur Weltmeisterschaft – eine Reise, die bislang nur Enttäuschungen bereithielt. In den beiden vorherigen Qualifikationszyklen kassierte die Mannschaft vom Affenfelsen sämtliche 20 möglichen Niederlagen bei einem verheerenden Torverhältnis von 7:90.

Auch unter der Regie des uruguayischen Trainers Julio Cesar Ribas, der die Mannschaft von 2018 bis vor kurzem betreute, setzte sich der Negativtrend nahtlos fort. Zuletzt musste sich Gibraltar in Montenegro mit 1:3 geschlagen geben, ehe gegen Tschechien ein 0:4 folgte.

Diese Rückschläge beendeten eine für gibraltarische Verhältnisse bemerkenswerte Serie von sieben ungeschlagenen Partien. Diese Phase hatte mit einem torlosen Remis gegen Wales begonnen und umfasste knappe Erfolge gegen Andorra und San Marino sowie drei Unentschieden in der Nations League. Hinzu kam ein weiteres Remis in einem Testspiel gegen Moldawien. Gibraltar sicherte sich dadurch immerhin die Chance, im kommenden März gegen Lettland um den Aufstieg in der Nations League zu spielen.

Wisemans Doppelrolle

Doch diese positiven Ergebnisse liegen bereits ein Jahr zurück. In der laufenden Saison setzte es bereits zwei Niederlagen für die Gibraltarer. Diese Partien markierten zugleich den Einstand von Scott Wiseman auf der Trainerbank. Der 39-jährige Engländer hatte bis vor kurzem noch in Personalunion sowohl die Männer- als auch die Frauennationalmannschaft betreut, während sein Vorgänger Ribas inzwischen bei River Plate in Uruguay anheuerte.

Erst vor zwei Tagen legte Wiseman nach Abschluss der Nations League seine Aufgaben bei den Frauen nieder. Dort hatte seine Mannschaft mit einer 0:4-Pleite gegen Moldawien und einem 0:11-Debakel gegen die Slowakei den letzten Gruppenplatz belegt – sechs Niederlagen und ein Torverhältnis von 0:30 sprechen eine deutliche Sprache.

Kroatiens Ambitionen

Kroatien hingegen nimmt bereits zum siebten Mal Anlauf auf eine WM-Teilnahme. Unter der Führung von Zlatko Dalic, der seit 2017 die Geschicke der „Vatreni“ (kroatisch für „die Feurigen“) lenkt und seine Amtszeit mit einem Erfolg gegen die Ukraine einläutete, erreichte das Team beachtliche Erfolge: Bei den letzten beiden Weltmeisterschaften stand Kroatien erst im Finale und sicherte sich dann in Katar Bronze.

Im März pausierte die Mannschaft aufgrund der Nations-League-Playoffs, wo sie gegen Frankreich nur knapp am Weiterkommen scheiterte: Nach einem 2:0-Heimsieg folgte eine Niederlage mit demselben Ergebnis, ehe das Elfmeterschießen die Entscheidung brachte.

Nun kehrt Kroatien ins Qualifikationsgeschehen zurück. Während der Mitfavorit auf den WM-Titel bislang anderweitig beschäftigt war, teilen sich aktuell Tschechien und Montenegro mit jeweils zwei Siegen gegen Gibraltar und die Färöer die Tabellenspitze in Gruppe L. Die beiden Spitzenreiter treffen am dritten Spieltag direkt aufeinander.

Kurz darauf empfängt Kroatien die Tschechen zum Heimspiel – eine Gelegenheit, den Rückstand auf die Tabellenführung zu verkürzen, sei es durch einen eigenen Sieg oder ein mögliches Unentschieden im direkten Duell der Konkurrenten. Insgesamt dürfte die Gruppe für Dalics Schützlinge keine unüberwindbare Hürde darstellen. Einzig Tschechien könnte den Kroaten Paroli bieten, doch ein Scheitern des WM-Dritten in der Qualifikation erscheint höchst unwahrscheinlich.

Wer gewinnt die bevorstehende Partie?

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Die bevorstehende Partie gegen Gibraltar dürfte für die Kroaten nicht viel mehr als ein Pflichttermin mit Wettkampfcharakter sein. Der Klassenunterschied zwischen den Teams ist derart gravierend, dass lediglich die Höhe des kroatischen Sieges offen bleibt.

Und ob es den Gastgebern gelingt, zumindest einen Ehrentreffer zu erzielen.

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KO KOSMO-Redaktion
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