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Spitzenreiter

Mieten? Nicht in Kroatien – Land führt EU-Eigenheimstatistik an

Mieten? Nicht in Kroatien – Land führt EU-Eigenheimstatistik an
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Mit 91 Prozent Eigenheimbesitzern zählt Kroatien zu Europas Spitzenreitern. Die Eigentumsquote liegt weit über dem EU-Durchschnitt und offenbart markante Unterschiede zwischen Ost und West.

Kroatien gehört zu den Spitzenreitern in der EU, wenn es um Wohneigentum geht. Wie aus einer aktuellen Eurostat-Erhebung hervorgeht, leben 91 Prozent der kroatischen Bevölkerung in den eigenen vier Wänden. Nur Rumänien, die Slowakei und Ungarn weisen mit 94, 93 beziehungsweise 92 Prozent noch höhere Werte auf.

Im EU-Durchschnitt besitzen rund zwei Drittel der Bevölkerung (68 Prozent) ihre Wohnung oder ihr Haus selbst, während etwa ein Drittel (32 Prozent) zur Miete wohnt. In fast allen Mitgliedstaaten dominiert das Wohneigentum – mit einer bemerkenswerten Ausnahme: In Deutschland leben 53 Prozent der Menschen zur Miete. Auch in Österreich und Dänemark ist der Mieteranteil mit 46 bzw. 39 Prozent vergleichsweise hoch.

Die Wohnverhältnisse in Europa spiegeln nicht nur wirtschaftliche Faktoren wider, sondern sind auch tief in kulturellen und sozialen Traditionen verwurzelt. Die Eurostat-Daten bestätigen, dass Kroatien nach wie vor eine ausgeprägte Eigenheim-Kultur pflegt. Dies steht im Kontrast zu vielen westeuropäischen Ländern, wo Mietwohnungen einen deutlich höheren Stellenwert einnehmen.

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Häuser dominieren

Etwas mehr als die Hälfte der EU-Bürger (51 Prozent) lebt in Häusern, während 48 Prozent Wohnungen bewohnen. Das restliche Prozent entfällt auf alternative Wohnformen wie Mobilheime oder provisorische Unterkünfte. Mit 76 Prozent liegt Kroatien bei den Hausbewohnern weit über dem EU-Durchschnitt und belegt damit den vierten Platz in Europa – nach Irland (90 Prozent) sowie den Niederlanden und Belgien (jeweils 77 Prozent).

In Spanien, Lettland und Malta hingegen überwiegen Wohnungen mit Anteilen von 65, 64 und 63 Prozent. Deutliche Unterschiede zeigen sich zwischen Stadt und Land: In urbanen Zentren der EU leben 73 Prozent der Menschen in Wohnungen und nur 27 Prozent in Häusern. In Vorstädten und kleineren Städten ist das Verhältnis mit 57 Prozent Haus- und 43 Prozent Wohnungsbewohnern ausgeglichener.

Auf dem Land dominieren Häuser mit 83 Prozent klar gegenüber Wohnungen (16 Prozent). Diese Zahlen verdeutlichen den engen Zusammenhang zwischen Bevölkerungsdichte und bevorzugter Wohnform.

Verfügbarer Wohnraum

Der verfügbare Wohnraum variiert ebenfalls erheblich innerhalb der EU. Im Durchschnitt stehen jedem EU-Bürger 1,7 Zimmer zur Verfügung. Am großzügigsten wohnen die Menschen in Malta mit 2,2 Zimmern pro Person, dicht gefolgt von Belgien, Luxemburg und den Niederlanden mit jeweils 2,1 Zimmern.

Am unteren Ende der Skala finden sich die Slowakei und Rumänien mit 1,1 Zimmern sowie Polen und Lettland mit 1,2 Zimmern pro Person. Die durchschnittliche Haushaltsgröße in der EU beträgt 2,3 Personen. Kroatien liegt mit 2,7 Personen pro Haushalt – ebenso wie Irland – deutlich über diesem Wert.

Noch größere Haushalte verzeichnen die Slowakei (3,1 Personen) und Polen (2,9 Personen). Die kleinsten Haushalte finden sich in Finnland und Litauen mit durchschnittlich 1,9 Personen, gefolgt von Deutschland, Dänemark und Schweden mit jeweils 2,0 Personen.

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KO KOSMO-Redaktion
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