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Wirtschaftspartnerschaft

Milliarden-Boost: Österreich pumpt Rekordsummen in Serbiens Wirtschaft

Milliarden-Boost: Österreich pumpt Rekordsummen in Serbiens Wirtschaft
(Foto: iStockphoto)
3 Min. Lesezeit |

Belgrad wird zur Drehscheibe für Milliardeninvestitionen: Beim Wirtschaftsforum knüpfen serbische und österreichische Unternehmen neue Bande – mit beeindruckenden Zahlen im Rücken.

Siebzig heimische und österreichische Unternehmen kamen heute in Belgrad zum Serbisch-Österreichischen Wirtschaftsforum zusammen, um die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen weiter zu vertiefen. Die serbische Vizepremierministerin und Wirtschaftsministerin Adrijana Mesarovic betonte bei dem Treffen die langjährige Partnerschaft mit Österreich. „Wir sehen in diesem Forum nicht nur eine Plattform für den Ideenaustausch, sondern einen konkreten Impuls für neue Projekte und Investitionen“, erklärte Mesarovic.

Die Handelsbilanz zwischen den beiden Ländern kann sich sehen lassen: 2024 erreichte das Handelsvolumen bereits 1,78 Milliarden Euro, wobei serbische Exporte nach Österreich 720 Millionen Euro und Importe aus Österreich 1,1 Milliarden Euro ausmachten. „Allein in den ersten vier Monaten dieses Jahres haben wir die 600-Millionen-Euro-Marke geknackt“, so die Ministerin. „Besonders hervorzuheben sind die österreichischen Direktinvestitionen in Serbien, die seit 2012 rund 2,9 Milliarden Euro erreicht haben – damit liegt Österreich auf Platz drei der wichtigsten Investoren in unserem Land.“

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Investitionen und Arbeitsplätze

Das serbische Wirtschaftsministerium hat nach Angaben von Mesarovic bisher 23 Förderverträge für österreichische Investitionsprojekte mit einem Gesamtvolumen von mehr als 437 Millionen Euro abgeschlossen. Diese Investitionen sollen knapp 6.000 neue Arbeitsplätze schaffen. Die Ministerin verwies zudem auf Serbiens wachsendes Startup-Ökosystem: „Unser Land zählt mittlerweile über 600 aktive Startups, bald fünf Wissenschafts- und Technologieparks sowie entwickelte Zentren für KI, Biotechnologie und Fintech.

Unsere junge, hochqualifizierte IT-Community vernetzt sich zunehmend international.“

Expo 2027

Ein besonderer Fokus lag auch auf der bevorstehenden Expo 2027 in Belgrad, für die bereits 115 Länder ihre Teilnahme zugesagt haben. „Belgrad öffnet sich der Welt. Das große Interesse an der Weltausstellung zeigt sich auch daran, dass zum ersten International Planning Meeting Delegierte aus 140 Ländern aller Kontinente nach Belgrad gereist sind“, unterstrich die Ministerin.

Für österreichische Unternehmen eröffnet die Expo 2027 besondere Chancen: Sie werden bei der Vergabe von Großaufträgen für Infrastrukturprojekte bevorzugt berücksichtigt. Dazu zählen der Ausbau von Verkehrswegen, Messe- und Kongresszentren sowie nachhaltige Stadtentwicklungsmaßnahmen. Insbesondere in den Bereichen Bau, Ingenieurwesen und Umwelttechnologien sichern sich österreichische Firmen langfristige Marktchancen und eine stärkere Positionierung in der gesamten Region.

Parallel dazu wird die Zusammenarbeit im Bereich duale Ausbildung und Fachkräfteentwicklung zwischen den beiden Ländern intensiviert. Österreichische Unternehmen investieren gezielt in die Qualifizierung junger serbischer Arbeitskräfte – eine Strategie, die nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe vor Ort stärkt, sondern auch nachhaltige Beschäftigungsperspektiven schafft und den Know-how-Transfer im Vorfeld der Weltausstellung fördert.

An dem Forum nahmen weitere hochrangige Vertreter teil, darunter der amtierende Generalsekretär des Außenministeriums Dusan Kozarev, der Vorsitzende der Versammlung der Wirtschaftskammer Serbiens Milos Nenadic, der Leiter der Vertretung der Republika Srpska in Österreich Mladen Filipovic sowie der stellvertretende Vorsitzende der Wirtschaftskammer Serbiens Mihailo Vesovic.

Den Teilnehmern wurden das Expo-2027-Projekt, Serbiens Wirtschaftspotenzial sowie Unternehmen aus beiden Ländern vorgestellt.

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KO KOSMO-Redaktion
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