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Gesundheitsreform

Milliarden für Medikamente: Staat entlastet tausende Kranke in Serbien

Milliarden für Medikamente:  Staat entlastet tausende Kranke in Serbien
Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Serbien weitet den Zugang zu wichtigen Medikamenten deutlich aus: Für 18 häufig benötigte Arzneimittel müssen Patienten seit Kurzem wesentlich weniger selbst bezahlen. Gleichzeitig hat Präsident Aleksandar Vučić angekündigt, dass ab Oktober neue innovative Medikamente zur Behandlung mehrerer Krebsarten in serbischen Krankenhäusern verfügbar sein sollen.

Für Hunderttausende Patienten in Serbien bringt die erste Maßnahme eine unmittelbare finanzielle Entlastung. Bei insgesamt 18 Medikamenten übernimmt der Staat künftig einen erheblichen Teil der Kosten. Dafür wurden nach Angaben serbischer Medien rund 3,7 Milliarden Dinar aus dem Staatshaushalt bereitgestellt. Für einzelne Patienten soll die Ersparnis bis zu 10.000 Dinar pro Monat betragen können.

16 Medikamente gegen Blutgerinnsel deutlich günstiger

Den größten Teil der neuen Regelung bilden 16 Medikamente zur Vorbeugung und Behandlung von Blutgerinnseln. Bei diesen übernimmt der Staat 70 Prozent der Kosten, während Patienten noch 30 Prozent selbst tragen. Betroffen sind unter anderem Präparate wie Eliquis, Pradaxa, Xarelto, Rivarox und weitere Medikamente dieser Gruppe.

Auch zwei häufig verwendete Arzneimittel zur Behandlung von Herzinsuffizienz werden stärker unterstützt. Bei Forxiga und Jardiance übernimmt der Staat 50 Prozent der Kosten. Beide Präparate werden mit einem Patientenanteil von jeweils 2.228 Dinar angeführt.

Ab Oktober neue Krebsmedikamente

Parallel dazu kündigte Serbiens Präsident Aleksandar Vučić am Dienstag eine weitere Maßnahme im Gesundheitsbereich an. Bereits im Oktober sollen innovative Medikamente zur Krebsbehandlung in die Krankenhäuser des Landes kommen. Genannt wurden unter anderem Therapien gegen Brust-, Lungen-, Leber- und Blasenkrebs.

Vučić erklärte bei einem Besuch der im Bau befindlichen Kinderklinik Tiršova 2 in Belgrad, Serbien wolle Patienten Zugang zu möglichst modernen Behandlungsmethoden ermöglichen. Die neuen Medikamente könnten nicht in jedem Fall eine Heilung garantieren, würden jedoch bei einem Teil der Patienten die Behandlungsmöglichkeiten und Überlebenschancen verbessern.

Weitere Investitionen ins Gesundheitssystem geplant

Die beiden Maßnahmen sind zwar voneinander getrennt, folgen aber derselben gesundheitspolitischen Richtung: Medikamente sollen für Patienten leistbarer werden, während gleichzeitig modernere Therapien in das öffentliche Gesundheitssystem aufgenommen werden. Vučić stellte zudem weitere Investitionen in die medizinische Infrastruktur und langfristig auch eine neue große Onkologieklinik in Aussicht.

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KO KOSMO-Redaktion
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