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60 Grad

Mutter geht zum Beauty-Doc – und lässt Baby im Hitze-Auto sterben

Mutter geht zum Beauty-Doc – und lässt Baby im Hitze-Auto sterben
FOTO: Facebook/@Katie Martinez
4 Min. Lesezeit |

Eine Schönheitsbehandlung mit tödlichen Folgen: In Kalifornien ließ eine junge Mutter ihre Kleinkinder bei extremer Hitze im Auto zurück – für einen Termin im Kosmetikstudio.

Eine 20-jährige Mutter ließ ihre beiden Kleinkinder am 29. Juni bei extremer Hitze im Auto zurück, während sie sich in einem Kosmetikstudio in Bakersfield in Kalifornien einer Lippenbehandlung unterzog. Maya Hernandez parkte ihren Toyota Corolla Hybrid in der prallen Sonne und ließ ihre Söhne Amilio (1) und Matteo (2) über zwei Stunden angeschnallt im Fahrzeug. Nach etwa einer Stunde schaltete sich der Motor und damit die Klimaanlage automatisch ab – bei Außentemperaturen von 38 Grad.

Als die junge Frau gegen 16:30 Uhr zu ihrem Wagen zurückkehrte, befanden sich die Kinder bereits in einem kritischen Zustand. Der Innenraum des Fahrzeugs hatte sich vermutlich auf über 60 Grad aufgeheizt. Die Kleinen zeigten Anzeichen eines schweren Hitzeschlags – sie zitterten am ganzen Körper und hatten Schaum vor dem Mund. Für den einjährigen Amilio kam jede Hilfe zu spät. Mit einer Körpertemperatur von 41,4 Grad verstarb er um 17:48 Uhr im Krankenhaus. Sein zweijähriger Bruder Matteo überlebte und wurde in staatliche Obhut gegeben.

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Vermeidbare Tragödie

Das Tragische an dem Vorfall: Die Katastrophe wäre vermeidbar gewesen. Wie eine Mitarbeiterin des Kosmetikstudios den Ermittlern laut dem Sender KERO berichtete, hatte Hernandez vorab telefonisch angefragt, ob sie ihre Kinder mitbringen könne. Die Kosmetikerin hatte ihr versichert: „Klar, wenn es dir nichts ausmacht, dass sie im Wartezimmer warten, Süße.“ Dennoch erschien die Mutter ohne ihre Söhne zum Eingriff, der lediglich 15 bis 20 Minuten in Anspruch nahm. Wo sie sich in der übrigen Zeit aufhielt, ist noch Gegenstand der Ermittlungen.

In ihrer Aussage gegenüber der Polizei gab Hernandez an, beim Verlassen des Fahrzeugs kurz gezögert zu haben, sich dann aber dafür entschieden zu haben, die Kinder im laufenden Auto mit eingeschalteter Klimaanlage zurückzulassen. Sie ging davon aus, dass dies sicher sei. Was sie nicht bedachte: Der Hybridmotor schaltete sich nach einer Stunde automatisch ab – das Auto wurde zur tödlichen Hitzefalle.

Familiäre Reaktionen

„Sie hat sie buchstäblich in ihren Autositzen festgebunden und die Türen geschlossen“, erklärte Katie Martinez, die Großmutter der Jungen, gegenüber abc30. „Sie konnten sich nicht retten.“ Trotz des Vorfalls beschreibt die Großmutter ihre Schwiegertochter als fürsorgliche Mutter: „So ist sie nicht. Sie ist eine wirklich liebevolle Mutter. Die Jungs haben sie geliebt. Sie haben sie wirklich geliebt und sich auf sie verlassen.“ Besonders tragisch: Der kleine Amilio hatte erst zwei Tage vor seinem Tod seine ersten Schritte gemacht.

Maya Hernandez wurde wegen Totschlags und Kindesmisshandlung angeklagt und befindet sich weiterhin in Haft. Obwohl sie ihre Kinder offenbar über alles liebte und eine gute Mutter sein wollte, traf sie eine folgenschwere Entscheidung, die sie vermutlich für den Rest ihres Lebens bereuen wird.

Tödliche Gefahr auch bei kurzer Zeitspanne

Sachverständige betonen, dass sich der Innenraum eines Fahrzeugs bei Außentemperaturen von rund 38 Grad innerhalb von nur einer Stunde auf bis zu 60 Grad oder mehr aufheizen kann. Bei Hybridfahrzeugen wie dem Toyota Corolla besteht zusätzlich die Gefahr, dass sich der Motor und damit die Klimaanlage nach etwa einer Stunde automatisch abschalten – eine fatale technische Besonderheit, die vielen Autobesitzern nicht bewusst ist.

In Kalifornien ist es gesetzlich verboten, Kinder unter sechs Jahren unbeaufsichtigt in einem Fahrzeug zurückzulassen. Verstöße werden als Ordnungswidrigkeit oder – wie in diesem Fall – bei Todesfolge als Straftat verfolgt. Laut kalifornischem Gesetz dürfen Passanten in Notfällen ein Fahrzeug öffnen, um Kinder oder Tiere aus lebensbedrohlichen Situationen zu retten, wobei die Behörden raten, zuvor immer den Notruf zu wählen.

Erschreckende Statistik

Der Fall in Bakersfield ist kein Einzelfall: In den USA sterben jährlich durchschnittlich 38 Kinder an den Folgen von Hitzeschlägen, nachdem sie in überhitzten Autos zurückgelassen wurden. Schon nach 10 bis 15 Minuten kann sich die Innentemperatur eines Fahrzeugs um bis zu 20 Grad erhöhen – selbst bei moderaten Außentemperaturen.

Hernandez‘ Fall macht deutlich, wie schnell eine Entscheidung zur Katastrophe führen kann. Die Untersuchungen ergaben, dass sie eine Kaution von über einer Million Dollar hinterlegen müsste, um aus der Untersuchungshaft entlassen zu werden. Gegenüber der Polizei soll sie eingeräumt haben, dass ihr Verhalten unverantwortlich war. Der Fall von Amilio ist der erste tödliche Vorfall dieser Art in Bakersfield im Jahr 2025.

Der Fall erschüttert: Eine junge Mutter aus Kalifornien ließ ihre beiden Söhne bei sengender Hitze im Auto zurück, um sich Lipfiller injizieren zu lassen – mit fatalen Konsequenzen.

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KO KOSMO-Redaktion
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