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Museumsraub

Nach 3,7-Millionen-Raub: Wiens Museen verschärfen Sicherheitsvorkehrungen

Nach 3,7-Millionen-Raub:  Wiens Museen verschärfen Sicherheitsvorkehrungen
(FOTO: LPD Wien)
2 Min. Lesezeit |

Ein Diamantcollier, ein Hammer, eine Waffe – und Täter, die spurlos verschwinden. Wien steht nach einem spektakulären Museumsraub unter Schock.

Im Wiener Museum für angewandte Kunst kam es vergangenen Donnerstag zu einem aufsehenerregenden Kunstraub. Zwei Männer entwendeten aus der Ausstellung „Glanzstücke“ am Stubenring ein historisches Diamantcollier im Wert von mindestens 3,7 Millionen Euro. Bei dem gestohlenen Schmuckstück handelt es sich um ein 1939 vom Pariser Juwelier Van Cleef & Arpels aus Platin gefertigtes Collier, das mit 673 Diamanten von insgesamt über 200 Karat besetzt ist. Die Täter setzten dabei sowohl einen Hammer als auch eine Schusswaffe ein und flüchteten anschließend zu Fuß – ihre Spur verlor sich im Bereich des Wiener Stadtparks.

Sicherheitsmängel aufgedeckt

Eine nationale und internationale Fahndung wurde eingeleitet. Der Vorfall legte gravierende Mängel in der Sicherheitsstruktur des Museums offen. Augenzeugen bemängelten, dass das Gepäck der beiden Männer beim Betreten der Ausstellung nicht überprüft worden war.

Darüber hinaus blieb eine sichtbare Reaktion des Sicherheitspersonals aus, obwohl der Alarm ausgelöst worden war. Als direkte Konsequenz wurde die Sicherheitsstufe in zahlreichen Wiener Museen angehoben, die seither ihre Schutzmaßnahmen für Besucher und Exponate einer eingehenden Prüfung unterziehen.

Museen reagieren

Mehrere Kulturinstitutionen der Stadt haben auf den Vorfall reagiert. Schloss Schönbrunn setzt auf eine Kombination aus internen und externen Sicherheitsfachleuten und kooperiert eng mit der Wiener Polizei. Das KunstHausWien hat seine Sicherheitsanlagen modernisiert.

Das Naturhistorische Museum Wien nimmt am europäischen Trainingsprogramm ECHOCAST (EU-Schulungsprogramm für Museumssicherheit) teil, das auf eine effektivere Schulung des Personals abzielt. Das MAK selbst lässt seine Sicherheitsvorkehrungen derzeit von externen Experten evaluieren. Als erste sichtbare Maßnahme wurde ein Metalldetektor eingeführt.

Für den 16. September ist eine Bundesmuseenkonferenz anberaumt, die sich schwerpunktmäßig mit dem Thema Sicherheit befassen und dazu beitragen soll, vergleichbare Vorfälle künftig zu verhindern.

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KO KOSMO-Redaktion
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