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Museumsraub

Juwelenraub im MAK: Jetzt gelten strengere Regeln für Besucher

Juwelenraub im MAK: Jetzt gelten strengere Regeln für Besucher
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Vergangene Woche sorgte ein aufsehenerregender Raub im Wiener Museum für angewandte Kunst für Bestürzung: Zwei Männer entwendeten aus der laufenden Ausstellung ein historisches, mit 673 Diamanten besetztes Collier. Das Schmuckstück war 2015 bei Sotheby’s in New York für knapp 4,3 Millionen US-Dollar versteigert worden – umgerechnet entspricht das heute rund 3,7 Millionen Euro.

Der Vorfall ereignete sich am frühen Donnerstagnachmittag des 27. August. Obwohl zumindest einer der Täter bewaffnet war, blieben Besucher und Personal körperlich unversehrt. Das MAK erklärte dazu in einer offiziellen Mitteilung: „Nachdem einer der Täter bewaffnet war, hatte für das Sicherheitspersonal oberste Priorität, die Besucher*innen sicher aus den Ausstellungsräumen zu bringen und eine unmittelbare Konfrontation mit den Tätern zu vermeiden.“

Das gestohlene Schmuckstück war im Dezember 2015 bei Sotheby’s in New York für 4,282 Millionen US-Dollar versteigert worden. Die Wiener Polizei hat die Aufnahmen der Videoüberwachung gesichtet und fahndet national und international nach den Verdächtigen. Dabei werden derzeit Spuren, Überwachungsvideos und Zeugenaussagen ausgewertet.

Neue Sicherheitsmaßnahmen

Das entwendete Collier war Teil der Ausstellung „Glanzstücke“, die im MAK zu sehen war. Die Täter nutzten die regulären Öffnungszeiten des Museums, um den Raub durchzuführen, ohne dabei körperliche Gewalt gegen Besucher oder Mitarbeiter anzuwenden.

Als unmittelbare Konsequenz hat das Museum seine Sicherheitsvorkehrungen deutlich verschärft. Besucher müssen nun beim Eingang Sicherheitsschleusen passieren, während Taschen und persönliche Gegenstände nicht länger frei mitgeführt werden dürfen.

Mehr über das Thema Sicherheitsmaßnahmen nach Museumsrauben erfahren Sie hier.

Handtaschen und Rucksäcke sind seither verpflichtend an der Garderobe oder in bereitgestellten Schließfächern zu deponieren.

Die neu eingeführten Kontrollmaßnahmen dürften für viele Besucher ungewohnt sein, da der Museumsbesuch damit Züge einer Flughafenkontrolle annimmt. Das MAK beabsichtigt, diese Regelungen zumindest bis zum Ende der Ausstellung am 27. September beizubehalten. Die verschärften Kontrollen sollen jedenfalls bis zum Ende der Ausstellung am 27. September gelten.

Informationen zur Ausstellung „Glanzstücke“ finden Sie hier.

Nach Angaben des Museums ist derzeit nicht ausgeschlossen, dass einzelne Maßnahmen auch darüber hinaus beibehalten werden.

Lesen Sie hier, wie Museen weltweit langfristige Sicherheitsstrategien entwickeln.

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KO KOSMO-Redaktion
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