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ab Oktober

Neue Preisregel in Kroatien: Das ändert sich jetzt auch in Restaurants

Neue Preisregel in Kroatien: Das ändert sich jetzt auch in Restaurants
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Kroatien verschärft die Regeln zur Preisauszeichnung und Händler stehen vor einer gewaltigen technischen und bürokratischen Umstellung.

Ab dem 1. Oktober 2026 gelten in Kroatien deutlich ausgeweitete Vorgaben zur Preisauszeichnung für Einzelhändler und Dienstleistungsanbieter. Neben dem aktuellen Verkaufspreis muss künftig grundsätzlich auch eine zusätzliche historische Vergleichspreisangabe sichtbar gemacht werden. Ziel der neuen Regeln ist laut kroatischer Regierung mehr Preistransparenz und ein besserer Schutz der wirtschaftlichen Interessen der Verbraucher. Grundlage sind zwei im Amtsblatt „Narodne novine“ veröffentlichte Regierungsbeschlüsse zur zusätzlichen Preisauszeichnung und zur Veröffentlichung von Preislisten.

Konkret müssen Unternehmen neben dem jeweils gültigen Verkaufspreis eine zusätzliche sogenannte „Ankerpreis“-Angabe sichtbar ausweisen. Diese entspricht grundsätzlich jenem Preis, der für das jeweilige Produkt oder die Dienstleistung an einem gesetzlich festgelegten Referenztag galt. Die Pflicht betrifft nicht nur Preisschilder vor Ort, sondern auch Werbematerialien und digitale Angebote. Zusätzlich müssen Unternehmen mit eigener Website ihre aktuellen Preislisten digital veröffentlichen; Händler müssen diese grundsätzlich an jedem Werktag aktualisieren. Für viele Betriebe bedeutet das Anpassungen an Etiketten, Preislisten, Kassensystemen, Websites und internen IT-Systemen.

Kritik der Wirtschaft

Der kroatische Arbeitgeberverband HUP warnt vor erheblichen administrativen, technischen und finanziellen Belastungen – insbesondere für Kleinst- und Kleinunternehmen. Nach Einschätzung des Verbands können je nach Branche Änderungen an Preislisten, Etiketten, Speisekarten, Kassensystemen, Warenwirtschaft, Websites und Onlineshops notwendig werden. HUP fordert deshalb vor der Anwendung einen SME-Test zur Folgenabschätzung, eine realistische Berechnung der Umstellungskosten, klare Anweisungen für Unternehmen sowie ausreichend Zeit für die technische Umsetzung.

Mehr Transparenz

Im Mittelpunkt der neuen Regelung steht eine bessere Vergleichbarkeit von Preisen. Bei Preisermäßigungen gibt es in Kroatien bereits die Pflicht, neben dem reduzierten Preis den niedrigsten Preis der vergangenen 30 Tage anzugeben. Die neue „Ankerpreis“-Regel geht darüber hinaus: Unabhängig davon wird der aktuelle Preis mit einem festen historischen Referenzdatum verglichen. Für neu erfasste Produkte und Dienstleistungen gilt dabei der 10. September 2026. Bei bereits zuvor erfassten Kategorien wie Lebensmitteln, Getränken, Kosmetik, Reinigungsmitteln, Toilettenartikeln und Haushaltsprodukten bleibt dagegen der 2. Mai 2025 maßgeblich. Verbraucher können damit ab Oktober unmittelbar erkennen, wie sich der aktuelle Preis im Vergleich zu diesem festgelegten historischen Preis verändert hat.

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KO KOSMO-Redaktion
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