Nach Balkanmafia-Mord in Wien: 23-Jähriger aus Haft entlassen

DROGENGESCHÄFTE

Nach Balkanmafia-Mord in Wien: 23-Jähriger aus Haft entlassen

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Mafia-Mord-Wien-Entlassung-Opfer
(FOTO: ouTube-Screenshot/Oe24.TV, zVg.)

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Am 21. Dezember erschütterten Schüsse die Wiener Innenstadt. Vor einem bekannten Restaurant wurden zwei Männer schwer verletzt, einer davon sogar tödlich. (KOSMO berichtete)

Bei dieser Schießerei soll es sich um einen gezielten Bandenkrieg zwischen zweier verfeindeter Mafia-Clans aus Montenegro gehandelt haben. Kurz nach dem Mord veröffentlichte der Clan-Boss der Opfer sogar einen Partezettel inklusive einer verschlüsselten Drohbotschaft in serbischen Medien (KOSMO berichtete) Grund für die blutige Auseinandersetzung inmitten des Wiener Stadtzentrums sollen Drogengeschäfte sein.

20.000 Euro Kaution
Nachdem vergangenen Freitag ein Zeuge des Mafia-Mordes freigelassen wurde, öffnete sich am Montag die Zelle für das 23-Jährige Opfer. Stefan V., der am besagten Tag der Begleiter des ermordeten Vladimir R. (32) war, soll der Sohn eines einstigen Mafia-Bosses aus Novi Sad sein. Er selbst erlitt bei dem Mafia-Attentat im Dezember einen Streifschuss am Kopf und mehrere Treffer am Oberkörper.

Der Montenegriner wurde noch im Krankenbett in Auslieferungshaft genommen. Nun ist er nach einer Kaution in der Höhe von 20.000 Euro wieder auf freiem Fuß. Ihm wird unerlaubter Waffenbesitz angelastet. Stefan V. musste zudem beim Landegericht eine ladungsfähige Meldeadresse hinterlegen, und per Gelöbnis zusichern, vorerst das Land nicht zu verlassen und Vorladungen durch Behörden umgehend nachzugehen.

Bruder und Vater in Serbien ermordet
Serbische Behörden fahnden derzeit wegen unerlaubten Waffenbesitzes nach Stefan V. Aus diesem Grund klickten für den 23-Jährigen auch noch im Spital die Handschellen. Eine Auslieferung an Serbien sei jedoch derzeit kein Thema.

Eine Flucht aus Österreich scheint ebenso eher unwahrscheinlich, da verfeindete Clans mit Sicherheit auf Stefan V. warten würden. Bereits sein Vater und sein Bruder wurden von der Mafia in Serbien ermordet.

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