Montenegro-Kartell: 200 Kilo Kokain führten zu Hinrichtung in Wien! (FOTO)

DROGENKRIEG

Montenegro-Kartell: 200 Kilo Kokain führten zu Hinrichtung in Wien! (FOTO)

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FOTO: iStockphoto/Screenshot Facebook

Nachdem am Freitag eine Schießerei in der Wiener Innenstadt einen Toten und einen Schwerverletzten hervorbrachte, ist der Schütze nach wie vor auf der Flucht. Allem Anschein nach handelt es sich um einen montenegrinischen Drogenkrieg.

Ein bislang unbekannter Mann gab am Freitag in der Wiener Innenstadt, am Lugeck, mehrere Schüsse auf zwei Personen ab. Im Anschluss ergriff er die Flucht, eines der Opfer erlag noch vor Ort seinen Verletzungen, der andere wurde von der Rettung in ein Krankenhaus gebracht, heißt es in einer Presseausendung der Wiener Polizei.

Dabei dürfte es sich um einen Bandenkrieg zwischen zwei montenegrinischen Clans handeln. Die verfeindeten Gruppen, Kavački und Škaljarski, die nach Stadtvierteln der montenegrinischen Adria-Stadt Kotor benannt sind, sollen sich bereits seit Jahren bekriegen. Ein neuer Höhepunkt im Mafia-Streit: eine tödliche Schießerei mitten in Wien.

Der Auslöser sollen 200 Kilogramm Kokain gewesen sein, die 2014 spurlos verschwunden sind. Der Ort in Montenegro gilt als Umschlagplatz für Kokain aus Südamerika und die beiden Clans sollen um die Vorherrschaft am Balkan, was den Handel mit Drogen betrifft, kämpfen.

Berichten von Balkanmedien zufolge soll eine der beiden Gruppen das Kokain gestohlen und in einer Wohnung gebunkert haben. Informationen über den Diebstahl der Drogen drangen durch. Die blutige Fehde ließ nicht lange auf sich warten. Die serbische Hauptstadt Belgrad wurde daraufhin häufig zum Schauplatz brutaler Hinrichtungen, Attentaten, Bombenanschlägen und Schießereien. 40 Menschen sollen dabei in den vergangenen Jahren getötet worden sein.

Das Todesopfer, Vladimir R. (FOTO: Screenshot/Facebook)

Inzwischen kam es auch in der österreichischen Hauptstadt zu ähnlichen Szenen. Fünf bis zehn Schüsse fielen am Freitag gegen 13 Uhr in der Innenstadt. Der 31-jährige Vladimir R. verstarb noch am Tatort – zwei Wochen nachdem er seine Haftstrafe wegen vermeintlichen Mordverdachts und Drogendelikten fertig verbüßte und aus dem Gefängnis entlassen wurde.

Der Bereich rund um den Tatort wurde großräumig gesperrt, sofort eingeleitete Fahndungsmaßnahmen, an denen sämtliche Polizeieinheiten (u.a. Polizeihubschrauber, Diensthundeeinheit etc.) beteiligt waren, wurden auf das gesamte Stadtgebiet ausgeweitet.

Das Landeskriminalamt Wien hat die Ermittlungen übernommen. Sachdienliche Hinweise (auch anonym) werden vom Landeskriminalamt Wien unter der Telefonnummer 01-31310-33800 entgegen genommen.