Nach dem spektakulären Diebstahl der Kronjuwelen rüstet der Louvre massiv auf. Mehr Kameras, Polizeipräsenz und Barrieren sollen künftige Einbrüche verhindern.
Nach dem aufsehenerregenden Kunstraub im Louvre in Paris reagiert die Museumsleitung mit umfassenden Sicherheitsverbesserungen. Bis zum Jahresende werden 100 zusätzliche Überwachungskameras installiert. Auch ein mobiler Polizeiposten gehört zu den geplanten Maßnahmen. Die Museumsdirektorin hatte seit dem Diebstahl der Kronjuwelen – deren Materialwert auf etwa 88 Millionen Euro geschätzt wird – wiederholt eingestanden, dass die Videoüberwachung in dem weitläufigen Gebäudekomplex eine deutliche Schwachstelle darstellt. Künftig soll zudem ein eigener Sicherheitsbeauftragter für das Museum ernannt werden.
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Bauliche Maßnahmen
Ab Dezember werden rund um das Museumsgebäude Barrieren errichtet, um das Parken von Fahrzeugen zu unterbinden. Bei dem Einbruch am 19. Oktober hatten die Täter einen Lastenaufzug genutzt, um direkt an die Fassade heranzufahren und mühelos durch ein Fenster einzusteigen. Die gestohlenen Schmuckstücke – darunter mit Edelsteinen besetzte Diademe, Halsketten, Ohrringe und Broschen ehemaliger Königinnen und Kaiserinnen – bleiben verschwunden. Immerhin konnte die Polizei bereits sieben Tatverdächtige festnehmen.
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Preisanpassungen
Zur Deckung der Sicherheitskosten greift das Museum zu drastischen Preisanpassungen für Besucher. Ab kommendem Jahr müssen nicht-europäische Gäste 32 Euro für ein Ticket bezahlen – ein Aufschlag von 45 Prozent. Diese Maßnahme trifft besonders Touristen aus den USA, die die größte Gruppe ausländischer Besucher im Louvre stellen.
Die Museumsleitung rechnet durch diese Preiserhöhung mit jährlichen Mehreinnahmen zwischen 15 und 20 Millionen Euro.
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