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Seit Anfang Mai

Neue E-Scooter Regeln – Wiener mussten bereits über 11.000 Euro Strafe zahlen

Neue E-Scooter Regeln – Wiener mussten bereits über 11.000 Euro Strafe zahlen
FOTO: iStock/Aleksandr Zyablitskiy/Christian Horz
2 Min. Lesezeit |

Wien kontrolliert, Wien kassiert: Eine Polizeiaktion gegen E-Scooter und Fahrräder endet mit einem fünfstelligen Strafbetrag.

Rund 11.000 Euro an Geldstrafen hat die Wiener Polizei im Rahmen einer Schwerpunktaktion zur Kontrolle von Fahrrädern und E-Scootern verhängt. Insgesamt wurden Organmandate in Höhe von 10.990 Euro ausgestellt sowie 80 Anzeigen nach der Straßenverkehrsordnung, dem Kraftfahrgesetz und der Fahrradverordnung erstattet. Besonders ins Auge stachen mehrere E-Scooter, deren gemessene Geschwindigkeit zwischen 40 und 62 Stundenkilometern lag – weit über dem gesetzlich erlaubten Limit von 25 km/h.

E-Scooter sind aus dem Wiener Straßenbild nicht mehr wegzudenken, doch die Behörden reagieren mit zunehmendem Kontrolldruck auf die wachsende Zahl an Verstößen. Die Aktion fand am 7. Mai 2026 stadtweit statt und richtete sich sowohl auf die Einhaltung von Geschwindigkeitsgrenzen als auch auf den technischen Zustand der kontrollierten Fahrzeuge. Die Landesverkehrsabteilung wurde dabei vom uniformierten Fahrraddienst mehrerer Stadtpolizeikommanden unterstützt.

Verschärfte Regulierung

Die Maßnahme fällt in eine Phase, in der E-Scooter in Österreich einer verschärften gesetzlichen Regulierung unterliegen. Seit Mai gelten neue Vorschriften, die diese Fahrzeuge rechtlich enger an Fahrräder und E-Bikes angleichen. Im Fokus der Kontrollen standen neben der Geschwindigkeit auch die technische Ausstattung der Scooter sowie das Verhalten ihrer Lenker im Straßenverkehr.

Nur wenige Tage nach der Schwerpunktaktion kam es auf der Wiener Donauinsel zu einem weiteren Polizeieinsatz, ausgelöst durch rücksichtslos fahrende E-Scooter-Lenker. Vor Ort wurden zwischen 40 und 50 Jugendliche wahrgenommen; als die Beamten eintrafen, ergriffen mehrere Personen die Flucht. Anzeigen wurden wegen fehlender Zulassung, Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer sowie mangelhafter Fahrzeugausstattung erstattet.

Vorfall in Salzburg

Dass das Thema weit über Wien hinausreicht, verdeutlicht ein aktueller Vorfall aus Salzburg. Ein 41-jähriger E-Scooter-Fahrer wurde kontrolliert, nachdem er vor einem Streifenwagen gestürzt war. Der durchgeführte Alkotest ergab einen Wert von 1,48 Promille; zudem war der verwendete Scooter in der Lage, Geschwindigkeiten von bis zu 49 Stundenkilometern zu erreichen. Eine Anzeige wurde erstattet.

Für alle, die mit einem E-Scooter unterwegs sind, bedeutet die aktuelle Entwicklung eine deutlich erhöhte Kontrolldichte. Als besonders riskant gelten technisch manipulierte Fahrzeuge, fehlende oder unzureichende Ausstattung, das Lenken unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen sowie rücksichtsloses Fahrverhalten.

Ein Scooter, der Geschwindigkeiten von 50 oder 60 Stundenkilometern erreicht, hat mit einem handelsüblichen Stadtscooter kaum noch Gemeinsamkeiten.

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KO KOSMO-Redaktion
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