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Gesundheitsstudie

Zu wenig Bewegung gefährdet ältere Menschen in Österreich

Zu wenig Bewegung gefährdet ältere Menschen in Österreich
Symbolbild Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Nur drei von zehn Senior:innen in Österreich bewegen sich genug – mit gravierenden Folgen für Herz, Kreislauf und mehr.

Österreichs ältere Bevölkerung bewegt sich zu wenig – das ist das zentrale Ergebnis einer Studie der MedUni Wien. Demnach erfüllen lediglich rund 30 Prozent der Senior:innen im Land jenes Mindestmaß an körperlicher Aktivität, das für gesundheitliche Schutzwirkungen erforderlich ist.

Für die Untersuchung wurden Daten von 3.995 Personen ab 65 Jahren ausgewertet, die an der österreichischen Gesundheitsbefragung ATHIS teilgenommen hatten. Als Referenzwert gilt die international empfohlene Mindestmenge von 150 Minuten aerober Bewegung pro Woche – ein Ziel, das laut Studie nur 29,6 Prozent der Befragten tatsächlich erreichen.

Hohes Präventionspotenzial

Die potenziellen Konsequenzen dieser Inaktivität sind erheblich: Ausreichend Bewegung könnte demnach 46,6 Prozent der Schlaganfälle, 40,8 Prozent der Herzinfarkte sowie 35,8 Prozent der Diabetes-Erkrankungen verhindern. Christina Fastl von der MedUni Wien hebt die grundlegende Bedeutung regelmäßiger körperlicher Betätigung hervor: „Körperliche Aktivität spielt eine wichtige Rolle für die Erhaltung der Gesundheit und die Prävention chronischer Erkrankungen, insbesondere bei älteren Erwachsenen.“

Das Forschungsteam räumt ein, dass es sich bei dem ermittelten Präventionspotenzial um hypothetische Hochrechnungen handelt, betont jedoch gleichzeitig: „Dennoch unterstreichen sie die Bedeutung aerober körperlicher Aktivität für die Krankheitsprävention bei älteren Erwachsenen.“ Für Krebserkrankungen ließ sich hingegen kein statistisch gesicherter Zusammenhang mit dem Ausmaß körperlicher Aktivität nachweisen.

Relevanz für Diaspora

Für die ältere Generation innerhalb der BKS-Diaspora in Österreich gewinnen diese Befunde besondere Relevanz. Angesichts einer wachsenden älteren Gemeinschaft könnten gezielte Bewegungsangebote, die auf die spezifischen Lebensrealitäten der Diaspora abgestimmt sind, einen wesentlichen Beitrag zur langfristigen Gesundheitsförderung leisten.

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KO KOSMO-Redaktion
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