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Neuer Hype: Frucht-Cakes sind beliebter als Dubai-Schokolade

Neuer Hype: Frucht-Cakes sind beliebter als Dubai-Schokolade
FOTO: Instagram/@cedricgrolet
3 Min. Lesezeit |

Handgemachte Früchte-Cakes sorgen für Ausnahmezustand in einer Schweizer Konditorei. Das Ehepaar hinter dem Trend arbeitet bis zur Erschöpfung – und nimmt nur noch Reservierungen an.

In der Konditorei „Egi’s Cake“ in Dietikon bei Zürich herrscht Hochbetrieb. Ständig betreten junge Kunden das Geschäft nahe dem Bahnhof Glanzenberg und erkundigen sich nach den begehrten Früchte-Cakes. Die Antwort folgt prompt: „Haben Sie reserviert?“ Wer verneint, muss ohne die trendigen Desserts wieder gehen. Die kleinen Küchlein, die täuschend echt wie Früchte aussehen und schmecken, wurden durch den französischen Patissier Cedric Grolet populär und erleben nun einen regelrechten Boom. Seit ein Foodinfluencer namens „Tauli.taste“ das Schweizer Familienunternehmen in einem Video vorstellte, kann sich das Geschäft vor Anfragen kaum retten.

„Wir waren im Oktober 2024 Vorreiter in der Schweiz mit selbständig gemachter Dubai-Schokolade“, erklärt Geschäftsführer Flamur. „Aber der aktuelle Ansturm auf die Früchte-Cakes übertrifft alles Bisherige.“ Der 33-Jährige berichtet, dass die Nachfrage alle Erwartungen sprengt. Gemeinsam mit seiner Frau Egzona führt er den Betrieb und beide sind von der Resonanz überwältigt: „Menschen reisen aus Bern, Basel und sogar aus Glarus an, doch oft müssen wir sie enttäuschen, weil bereits alles verkauft ist.“ Auch auf Instagram häufen sich die Anfragen nach den begehrten Süßspeisen.

Extremer Arbeitsaufwand

Eine telefonische Vorbestellung ist mittlerweile unumgänglich für jeden, der die Desserts probieren möchte. „Selbst mit Reservierung beträgt die Wartezeit drei Tage“, sagt Flamur. „Unsere Produktionskapazität ist einfach am Limit.“ Der Unternehmer hat drastische Maßnahmen ergriffen: „Aktuell konzentrieren wir uns ausschließlich auf die Früchte-Cakes und haben alle anderen Produkte eingestellt.“

Täglich verkaufen sie zwischen 150 und 200 der Desserts. „Als Zweipersonenbetrieb mit ausschließlich handgefertigten Produkten arbeiten wir praktisch rund um die Uhr.“ Die Arbeitszeiten sind extrem: Bis drei Uhr nachts stehen sie in der Backstube, um sechs Uhr morgens geht es weiter. „So viele Überstunden haben wir noch nie gemacht.“

Begeisterte Kunden

Die 26-jährige Shaki hat zwei Cakes telefonisch vorbestellt. „Ich kenne die Früchte-Cakes aus Paris und habe mir immer gewünscht, sie auch in der Schweiz zu finden. Endlich gibt es sie hier. Der Preis ist angemessen, in Paris kosten sie genauso viel. Ich hatte sogar mit höheren Preisen in der Schweiz gerechnet.“ Auch Noemi, 18 Jahre alt und aus Zürich, hat die Desserts bereits in Paris kennengelernt. „Auf Tiktok habe ich entdeckt, dass es sie jetzt auch hier gibt und wollte sie unbedingt probieren.“

Eine 21-jährige Kundin, die ohne Vorbestellung kam, geht leer aus. „Ich habe die Cakes auf Tiktok gesehen und wollte spontan einen probieren, da ich in der Nähe arbeite. Die Enttäuschung ist groß, dass alles ausverkauft ist.“

Was macht den Erfolg der Küchlein aus? Das Ehepaar hat eine Erklärung: „Die optische Ästhetik der Desserts und das charakteristische Knackgeräusch beim ersten Biss sorgen derzeit für virale Verbreitung in sozialen Medien.“ Kritik am Preis von 15 Franken pro Stück nehmen sie gelassen. „Die Herstellung eines einzelnen Küchleins dauert drei Tage, zudem müssen wir Zutaten, Miete und Personal finanzieren“, erläutert Flamur.

„Außerdem sind negative Kommentare letztlich kostenlose Werbung für uns – sie verstärken den Hype nur noch mehr.“

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KO KOSMO-Redaktion
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